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Nach Freigabe von Astrazeneca

Pforzheim startet Corona-Impfaktion in den Ortsteilen

Pforzheim impft jetzt auch in den Ortsteilen gegen Corona. Auftakt war in Hohenwart. Weitere Impfaktionen sind in Eutingen, Büchenbronn und Würm geplant.

Arm hochkrempeln: Im Beisein von OB Peter Boch und Ortsvorsteher Siegbert Morlock (von rechts) wird Walter Bogner (links) am Freitag in Hohenwart geimpft. Foto: Stefan Friedrich

In der Einladung zu der Impfaktion in Pforzheim-Hohenwart waren es ursprünglich noch Menschen über 60 Jahren, die angesprochen wurden und geimpft werden sollten. Die Aktualität hat das überholt, nachdem Gesundheitsminister Jens Spahn die Öffnung von Astrazeneca für alle angekündigt hat.

Quasi über Nacht hat sich dadurch auch die Liste an Impfwilligen in Hohenwart gefüllt, erzählt Ortsvorsteher Siegbert Morlock. Einer von ihnen ist Walter Bogner. Er hat es eigentlich schon am Mittwoch in Huchenfeld versucht. Geschafft hat er es da noch nicht, in Hohenwart bei der Aktion der Stadt hat es nun aber geklappt.

Noch am Mittwoch hat er sich dafür angemeldet. Sorgen hat ihm der Piks keine bereitet. „Ich hab schon so viel Blut gespendet“, sagt Bogner lachend. Und hinsichtlich möglicher Nebenwirkungen des Impfstoffs fühle er sich sowieso gut aufgeklärt.

Das dürfte ganz im Sinne von Thushira Weerawarna sein, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Siloah St. Trudpert Klinikum, der sich in Hohenwart selbst ein Bild von der Lage gemacht hat. Natürlich verstehe er die Sorge mancher vor Hirnthrombosen.

Chefarzt aus Pforzheim hat keine Bedenken wegen Astrazeneca

„Mit entsprechender Aufklärung und wenn Risikofaktoren ausgeschlossen sind“ sieht er dennoch kein Problem in dem Vektorimpfstoff. Gefährlicher sei nach wie vor das Virus. „Wir haben extrem viele jüngere Leute mit schwerwiegenden Lungenschäden, aber keinen einzigen Patienten, der mit einem Impfstoff geimpft wurde“, gibt er zu bedenken.

Dass die Impfteams nun auch in den Ortsteilen aktiv sind, hält er für eine gute Sache – zumal Jens Spahn die Priorisierung für Astrazeneca fallen ließ. Etwas, das Weerawarna als „sinnvoll“ erachtet, weil dieser Impfstoff bereits unzählige Leben gerettet habe.

Wie wichtig es ist, den Impfstoff in die Fläche zu bringen, das unterstrich auch Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch. „Ich bin sehr froh, dass die Impfungen jetzt stattfinden können in den Stadtteilen.“ Das sei vor allem auch für die Menschen wichtig, die weniger mobil sind.

Je 100 Corona-Impfdosen in Pforzheimer Ortsteilen

Die Aktion in Hohenwart war dabei nur der Auftakt. Auch in anderen Ortsteilen werden jeweils hundert Impfdosen zur Verfügung stehen: am 8. Mai in Eutingen, am 9. Mai in Würm und am 16. Mai in Büchenbronn.

Die zweite Impfung wird jeweils neun Wochen später stattfinden, ebenfalls vor Ort. Zudem soll es kontinuierlich weitere, gezielte Aktionen geben.

„Wir müssen schauen, wie erreichen wir alle Gesellschaftsschichten in der Stadt“, so Boch. Abstimmungsgespräche hat es diesbezüglich schon gegeben. Dazu will sich die Stadt in der kommenden Woche noch äußern.

Seitens der Freien Wähler hieß es in einer Pressemitteilung zu der Impfaktion in den Stadtteilen bereits: man fordere, diese nach den ersten Testläufen „für alle zu öffnen, die eine Impfung mit Astrazeneca wünschen“.

Besonders die Infrastruktur in den Sporthallen vor Ort sei „für eine größere Impfaktion geeignet und nach Meinung der Fraktion auch durch den Testbetrieb am Wochenende vorbereitet“.

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