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Wohnen ist teuer

Die Mieten in Pforzheim sind um 46 Prozent gestiegen

Die Goldstadt Pforzheim toppt den Landeswert bei den Kosten für eine gebrauchte Wohnung.

Wer in Pforzheim eine Wohnung sucht, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen als vor knapp zehn Jahren. Foto: www.BilderBox.com

Wer in Pforzheim eine Wohnung sucht, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen als vor knapp zehn Jahren. Nach Berechnungen von Empirica ist die Miete um 46 Prozent gestiegen seit 2012, landesweit laut Thomas Abraham aber nur um 40 Prozent. Daran hat auch Corona nichts geändert.

Die Zahl zur „Mediamiete“ wurde für das dritte Quartal 2020 ermittelt und basiert auf frei finanzierten gebrauchten Wohnungen. Es handelt sich dabei nicht um eine Durchschnittsmiete, sondern genau um den Betrag der den Punkt zwischen den 50 Prozent, die weniger bezahlen, und den 50 Prozent, die mehr bezahlen, markiert. Konkret waren das im Spätsommer 8,96 Euro kalt auf den Quadratmeter.

„Eine gute Wohnung kostet 7,50 Euro Unterkante für den Quadratmeter“, sagt Carsten von Zepelin. Im Arlinger oder dem Rodgebiet steige der der Preis auf mindestens acht und mehr Euro. Die modernisierte Tallage sei dagegen derzeit schon um sieben Euro zu bekommen. Generell sieht von Zepelin die Preisspanne zum Stuttgarter und Karlsruher Raum schrumpfen.

„Da gibt es seit fünf Jahren eine deutliche Dynamik.“ Außerdem sieht der Chef der Arlinger Baugenossenschaft die Preise fürs Wohneigentum deutlich steigen. Er lastet das dem Investorenmarkt an und damit jenen, „die halt für ihre Kohle sonst Negativzinsen zahlen müssen“.

Wesentlichen Anteil an der Preisentwicklung hat aber auch, dass „die Bautätigkeit hinter dem Bevölkerungswachstum zurück bleibt“. Statistiker Christoph Riedel entnimmt das seinen Zahlen. Danach stehen zehn Prozent Bevölkerungswachstum vier Prozent mehr Wohnungen gegenüber.

Eine Konsequenz daraus sei, dass es enger wird für Pforzheims Bevölkerung: Kamen 2010 noch 1,96 Personen auf eine Wohnung, so lag die Belegungsdichte 2019 bei 2,07. Die Zahl der Wohnungen stieg im gleichen Zeitraum von 59.323 um 2.355 auf 61.678.

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