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Landrat bringt Kreis-Haushalt ein

Enzkreis will Millionen-Loch mit erhöhter Kreisumlage stopfen

„Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Zusammen schaffen wir’s“ – das hatte Landrat Bastian Rosenau vor zehn Tagen bei der Pressekonferenz zur Eindämmung des Coronavirus im Landratsamt gesagt. Die beiden Sätze wiederholte er in seiner Rede zum Kreis-Haushalt 2021, den er bei der Kreistagssitzung am Montagnachmittag in der Kulturhalle in Remchingen eingebracht hat. 

Dickes Zahlenwerk mit Defizit: Landrat Bastian Rosenau brachte bei der Kreistagssitzung in der Remchinger Kulturhalle den Kreishaushalt 2021 ein. Kämmerer Frank Stephan wurde per Video dazugeschaltet. Foto: Torsten Ochs

Im Ergebnishaushalt 2021 klafft allerdings eine Lücke von sieben Millionen Euro. Gründe sind unter anderem gestiegene Ausgaben im Sozialbereich und geringere Zuschüsse aus dem Finanzausgleich, erklärte Kreiskämmerer Frank Stephan, der per Videoschaltung aus der Quarantäne zugeschaltet war. Er und Landrat Rosenau schlugen daher vor, dass die Städte und Gemeinden des Enzkreises das Defizit gemeinsam tragen – mit einer Anhebung des Hebesatzes der Kreisumlage von 26,5 auf 27,7 Prozent. In Euro bedeute das eine Steigerung von 3,5 Millionen. Der Rest des Defizits soll mit einem Darlehen gedeckt werden. Die Fraktionen im Kreistag wollen Änderungen im Etat in den kommenden Wochen diskutieren. Verabschiedet werden soll der Haushalt bei der Kreistagssitzung am 14. Dezember.

„Uns steht ein spannendes Jahr ins Haus“, sagte Landrat Rosenau in seiner Haushaltsrede. Und das hänge nicht nur mit Corona und den wirtschaftlichen Folgen zusammen, sondern mit den Wahlen 2021: Neben der Landtagswahl im März und der Bundestagswahl im September wird auch in mindestens sechs Enzkreisgemeinden ein Ortsoberhaupt gewählt. Falls die Bürgermeisterwahl in Eisingen im Dezember stattfindet, sind es sogar sieben.

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