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Vielfältige Angebote

Ein Ausflug nach Bad Wildbad bietet mehr als Baumwipfelpfad und Hängebrücke

Der Baumwipfelpfad lockt viele, vor allem junge Besucher nach Bad Wildbad. Die Stadt stößt in Sachen Parkplatz an ihre Grenzen. Dabei betont die Geschäftsführerin der Touristik Bad Wildbad, dass die Stadt noch mehr zu bieten hat.

Der Kurpark bietet Ausflügern zwischen Enz und englische Kirche viele Facetten, fdie sich zu entdecken lohnen, versichert Touristik-Geschäftsführerin Stefanie Dickgiesser Foto: Stefan Friedrich

Für viele ist Bad Wildbad mit dem Sommerberg verbunden: mit dem Baumwipfelpfad und dem spektakulären Blick über den Nordschwarzwald, der Hängebrücke oder mit einer entspannenden Wanderung zur Grünhütte. Dabei hat Bad Wildbad auch viele andere Seiten, die es zu entdecken lohnt, verrät Stefanie Dickgiesser, Geschäftsführerin der Touristik Bad Wildbad GmbH.

Wir treffen sie mitten im Kurpark, eines der touristischen Aushängeschilder der Kurstadt. 35 Hektar umfasst das Gelände, in etwa so viel wie 35 Fußballplätze. „Was ihn so außergewöhnlich macht, ist die Enz“, verrät Dickgiesser. Auch deshalb versucht die Stadt, den Fluss an verschiedenen Stellen erlebbar zu machen. Zum einen gibt es Enzuferabsenkungen. „Da kann man auch mal die Füße ins Wasser hängen lassen.“

Zum anderen hat man für Familien den Matsch-Spielplatz mit Barfußpfad angelegt. Dort kann man direkt in einen Ausläufer der Enz reingehen und eines der Wasserspielgeräte nutzen. Nicht weit davon entfernt gibt es zudem einen Abenteuerspielplatz, der besonders auch für Kinder geeignet ist. Inklusive einer 24 Meter langen Rutsche, dem Kletteraufstieg und einer 25 Meter langen Seilbahn.

„Wir versuchen, den Kurpark durch immer mehr Attraktionen attraktiver zu machen“, erklärt Dickgiesser. Und damit eben auch eine echte Alternative zu den beliebten Zielen auf dem Sommerberg zu schaffen.

Baumwipfelpfad und Hängebrücke locken jüngeres Publikum nach Bad Wildbad

In den vergangenen Jahren hat sich die Zielgruppe schließlich stark verändert, bemerkt die Touristik-Chefin. „Früher waren wir nur ein Kurort mit zwei Thermen im Park.“ Nämlich das Palais Thermal als Wellnesstempel und die Vitaltherme für den Gesundheitsbereich. Damals kamen vor allem Gäste nach Bad Wildbad, die auf Kur waren oder etwas für sich tun wollten.

„Durch die Ansiedlung des Baumwipfelpfads und der Hängebrücke Wild line haben wir unsere Zielgruppe extrem verjüngt.“ Es sind zum einen Tagesgäste, die inzwischen aus dem Speckgürtel von Stuttgart, aus Karlsruhe und Rheinland-Pfalz oder aus dem Großraum Frankfurt hierherkommen.

Zum anderen aber auch Reisende, die länger als einen Tag bleiben wollen. Einige übernachten in einem der Hotels, andere reisen mit dem Wohnmobil an. Die Stellplätze dafür sind gleich am Kurpark angesiedelt.

Allerdings führt der immer größere Zuspruch auch dazu, dass die Kurstadt in Sachen Parkplatz an die Grenzen stößt. Deshalb will sie die Besucherströme besser lenken. Der Kurpark als Ziel für Jung und Alt – er ist ohnehin direkt mit der S-Bahn erreichbar, die am Kurplatz ihre Endstation erreicht hat – steht da ebenso im Mittelpunkt, wie die vielen Wanderwege rund um Bad Wildbad herum.

Wanderwege rund um Bad Wildbad sind beliebt

Wandern, weiß Dickgiesser, ist bei Ausflüglern seit Corona besonders beliebt. „Die Leute sind gierig nach Wandertipps.“ Das habe zu so viel Frequenz auf den Wanderwegen geführt wie nie zuvor. Insgesamt 234 Kilometer erstrecken sich die Wanderwege auf Bad Wildbader Gemarkung. „Die Vielfalt ist gigantisch.“

Die Vielfalt ist gigantisch.
Stefanie Dickgiesser, Geschäftsführerin der Touristik Bad Wildbad GmbH

Zwar ist auch hier der Sommerberg als Wanderziel bei den Besuchern beliebt. Dickgiesser empfiehlt stattdessen aber die weniger frequentierten Höhenorte, die noch nicht so vielen bekannt sind. Dort will man sich auf einen sanften Tourismus fokussieren, also „nur zulassen, was die Höhenorte vertragen.“

Geschichtliches gibt es bei Stadtführungen

Wer dagegen lieber auf den Spuren der Geschichte eines der vier Staatsbäder in Baden-Württemberg wandeln will, für den empfehlen sich die regelmäßigen Stadtführungen. „Wir haben königliche Gebäude hier in Bad Wildbad, die wir als Touristik GmbH betreiben und die man auch besichtigen kann“, sagt Dickgiesser.

Auf jeden Fall lohne sich das bei dem bis 2011 aufwändig renovierten König-Karls-Bad am Kurparkeingang. „Es spiegelt den mondänen Stil wider, der zu englischen Zeiten hier herrschte.“ Empfehlenswert sei aber auch eine Stippvisite in der englischen Kirche gegenüber oder im Königlichen Kurtheater am Trinkhallenplatz.

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