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Unstimmigkeiten mit Pächter

Betreiberin des Illinger Gnadenhofs zieht mit ihren Tieren weg

Felicia Ruhland, Betreiberin des Illinger Gnadenhofs "Animal Hope", verlässt ihren Standort im Enzkreis. Gemeinsam mit ihren 59 Tieren zieht es Ruhland Richtung Würzburg. In den letzten Jahren gab es Unstimmigkeiten mit dem Pächter.

Mit derzeit 59 Tieren, die überwiegend alt und krank sind, zieht Felicia Ruhland auf einen Hof, der 100 Kilometer von ihrem jetzigen Standort in Illingen entfernt ist – nach Rosenberg bei Osterburken in der Nähe von Würzburg. Foto: Roth

„Den Zustand halte ich jetzt schon seit vier Jahren aus. Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich eine traurige Frau.“ Das sagte Felicia Ruhland vor drei Jahren. Der Zustand wird sich für die Betreiberin des Gnadenhofs „Animal Hope“ in diesem Jahr noch ändern: Mit derzeit 59 Tieren, die überwiegend alt und krank sind, zieht sie auf einen Hof, der 100 Kilometer von ihrem jetzigen Standort entfernt ist – nach Rosenberg bei Osterburken in der Nähe von Würzburg.

Von unserer Mitarbeiterin Susanne Roth

Seit 20 Jahren kümmert sich Ruhland in Illingen um Tiere – vom Esel über Schweine und Pferde bis hin zu Nagern. „Ich kann nicht Nein sagen“, räumt sie freimütig ein, weshalb zu den Ziegen, die sie unlängst vor dem Schlachthof bewahrt hat nun auch noch ein paar neue Esel samt Fohlen dazu gekommen sind.

20 Jahre, von denen 17 Jahre der Unsicherheit an ihren Kräften und an ihrer Gesundheit gezerrt haben.

Die letzten zehn Jahre waren die schlimmsten meines Lebens.
Felicia Ruhland

„Die letzten zehn Jahre waren die schlimmsten meines Lebens“, erzählt sie ganz offen. Es war zu Unstimmigkeiten mit dem Pächter gekommen, die Zwangsräumung schwebte jahrelang über ihr und den Tieren. Ein Kaufangebot schlug fehl.

Blick nach vorne

Aber nun kann Felicia Ruhland nach vorne schauen. Dank einer unverhofften Erbschaft und dank unermüdlicher Suche im Internet hat sie diesen Hof gefunden, der optimale Voraussetzungen bietet. „Und ich bin dort willkommen“, freut sie sich. Sie wird dort auch die Kooperation mit dem Verein „Schüler für Tiere“ weiterführen, das steht fest.

Ich bin dort willkommen.
Ruhland über ihren neuen Hof bei Würzburg

Davor hat Ruhland, die ihren Hof derzeit mit nur einem Helfer betreibt, aber noch einen ganzen Berg Arbeit vor sich. Genehmigungen müssen eingeholt werden, im neuen Domizil muss umgebaut und eingerichtet werden, damit die Tiere optimale Voraussetzungen vorfinden.

Und dann wäre da noch der Rückbau des bisher genutzten Hofes und nicht zuletzt auch der Umzug mit den ganzen Tieren – was voraussichtlich im Herbst über die Bühne gehen wird. „Das werden wir so machen, dass die Pferde und Esel unter anderem in Gruppen transportiert werden.“ So soll der Stress auf ein Minimum reduziert werden. Der Umzug in das neue Zuhause in Rosenberg: „Für mich ist das ein kleines Wunder.“

Die aktuelle Situation können Interessierte auf Facebook verfolgen und auf der Homepage www.animalhope.de

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