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Nächster Schritt des Infrastrukturprojekts

Ausbau der Industrie- und Enzstraße in Birkenfeld kurz vor dem Start

Übernächste Woche geht Birkenfeld einen weiteren Schritt bei der Realisierung des Infrastruktur-Konzepts. Der Ausbau der Industrie- und der Enzstraße im Gewerbegebiet Brötzinger Tal spielt eine Schlüsselrolle für weitere Projekte der Kanalisation.

Der Abschnitt der Industriestraße zwischen Jeremias und Müller Fleisch in Birkenfeld wird ab 17. Mai voll gesperrt, um Straße und Kanalisation grundlegend zu sanieren. Foto: Jürgen Peche

In der Birkenfelder Enzstraße findet die Übergabe des kompletten Birkenfelder Abwassers in das Kanalnetz Pforzheims statt. An diesem Flaschenhals müssen wegen steigendem Aufkommen von Abwasser durch zunehmende Starkregen-Vorkommnisse die Kanäle und ein vorgeschaltetes Regenüberlaufbecken vergrößert werden.

Andernfalls könnte es zum Rückstau bis in die Hanglagen Birkenfelds und sogar zu volllaufenden Kellern kommen. Das Bauvorhaben wird rund eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen und erheblichen Einfluss auf den Verkehr haben: Abschnittsweise müssen die Industriestraße und dann die Enzstraße voll gesperrt werden. Die Sperrung beginnt für den Abschnitt von der Firma Jeremias bis zur Einmündung Enzstraße am Montag, 17. Mai. Die Kosten für das Projekt sind mit rund 4,3 Millionen Euro veranschlagt.

Mit Martin Schippner hat die Gemeinde Birkenfeld eigens einen Bauingenieur für die Umsetzung des umfangreichen Infrastruktur-Konzepts der Kommune engagiert.

Wie er gegenüber dieser Zeitung erklärt, wird das Projekt in zwei Bauabschnitten durchgeführt: Die Bauarbeiten des ersten Abschnitts beginnen ab 17. Mai. Von Pforzheim aus betrachtet kann der Verkehr ab dann nicht mehr Richtung Wildbader Straße fließen, sondern muss spätestens ab dem Sandweg auf die Bundesstraße 294 ausweichen. Von der Wildbader Straße einwärts können zunächst noch Autos durch die kleine Bahnunterführung fahren. Bis November dieses Jahres sollen die Arbeiten am ersten Bauabschnitt beendet sein.

Vielleicht noch Ende dieses Jahres, aber überwiegend in 2022 ist dann der Abschnitt der Industriestraße zwischen dem ehemaligen Möbelzentrum – also der Gemarkungsgrenze – und der Enzstraße dran. Hier, wie schon beim ersten Bauabschnitt geht es vor allem um die Verlegung neuer, größerer Kanalrohre, aber in Teilen auch um neue Wasserleitungen. Außerdem auf dem Plan steht die Verlegung von Gasleitungen durch die GVP, und auch die Netze BW wird laut Schippner wohl neue Stromleitungen einziehen. Auch an eine Verlegung von Glasfaserleitungen für das Breitbandnetz ist gedacht.

Schäden an der Straße durch den Schwerlastverkehr

Nicht nur die Infrastruktur unter der Straßendecke ist sanierungsbedürftig, auch die Straße selbst. „Der Schwerlastverkehr hat in den vergangenen Jahren ständig zugenommen und für große Schäden gesorgt“, sagt Schippner. Die Industriestraße soll künftig allen Nutzern gerecht werden, vom Fußgänger bis zum 40-Tonner.

Die Gehwege sind derzeit durch die Wurzeln der Straßenbäume an vielen Stellen aufgeworfen, die auch benachbarte Leitungen bedrohen. Deshalb sollen die bis zu 30 Jahre alten Bäume komplett gefällt und beim Straßenausbau neue Bäume in für beide Seiten sicheren Pflanzquartieren untergebracht werden. Ein Radweg wird nur vorbereitet. Die eigentliche Planung obliegt dabei dem Enzkreis. Hier gehe es noch darum, einen Nutzungskonflikt mit dem großen Lkw-Aufkommen auszuräumen, so Schippner.

Stellplätze zum Parken

„Öffentliche Parkplätze fehlen in der Industriestraße deutlich“, bestätigt der Bauingenieur. In Rücksprache mit den Firmen dort sei der Bedarf an Parkplätzen für Besucher abgeklärt worden.

Die Stellplätze werden von der Straße separiert, damit insbesondere der Schwerlastverkehr besser fließen kann. Ebenfalls in Absprache mit den Anliegern, zu denen etwa Müller Fleisch und Inovan zählen, wurde die Andienung während der Bauzeit geregelt. So wurden laut Schippner Lösungen dafür gefunden, wenn Firmen die Anlieferung größerer Maschinen erwarten. Aber auch sonst seien Betriebe wie Autohaus Walter immer erreichbar, etwa durch notdürftige Verkehrsführungen über die Gehwege. Den Abschluss des Projekts bildet dann der rund 100 Meter lange „Stich“ der Enzstraße bis zur Gemarkungsgrenze.

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