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Bisher nicht barrierefrei

Bushaltestelle bei Karlsbader Klinikum soll direkt vor Eingangsbereich verlegt werden

400 Meter müssen die Pendler zum und die Besucher des Klinikums aktuell von der Bushaltestelle zurücklegen. Eine neue Haltestelle soll das Problem lösen - allerdings sind noch Fragen offen.

Das SRH-Klinikum Langensteinbach ist über die Regionalbuslinie 721 an den Raum Pforzheim/Enzkreis angeschlossen. Die Linie fährt derzeit neun Mal täglich zur Haltestelle, 400 Meter unterhalb des Klinikums. Ab dort steht den Mitfahrern ein recht beschwerlicher Anstieg bevor. Foto: Gustl Weber

Von Gustl Weber

Durch Verlegung der Haltestelle sollen die Busse enger an den Eingangsbereich des SRH Klinikums in Karlsbad heranrücken. Ein Thema, das schon länger immer wieder auf den Tagesordnungen verschiedener Gremien auftaucht. Verbunden damit sind allerdings zunächst umfangreiche Baumaßnahmen, die nach aktuellem Stand nun im kommenden Jahr zur Ausführung kommen sollen, wie Klinik-Sprecher Mischa Lange auf Anfrage erklärt.

Die bisherige Bushaltestelle im Eingangsbereich der Werner Boll-Straße/L622, liegt etwa 400 Meter vom Klinikum, mit heute über 1.000 Mitarbeitern, entfernt. Dieses kann von den pendelnden Mitarbeitern, wie auch von Patienten oder Besuchern nur über einen, für viele beschwerlichen Anstieg erreicht werden.

Planung sieht großflächigen Wendekreis vor

Auch beim SRH Klinikum habe die Corona-Pandemie einige Bauprojekte zwangsläufig zunächst in den Hintergrund treten lassen, so Mischa Lange. Nach der Entwurfsplanung wird für die Haltestelle unmittelbar gegenüber der Schranke beim Haupteingang, eine recht aufwendige Baumaßnahme notwendig.

Die Entwurfsplanung sieht einen großflächigen Wendekreis vor. Für die Haltestelle selbst, sollen vor dem Schwesternwohnheim acht gemeindeeigene Parkplätzen in Anspruch genommen werden. Mit dieser Maßnahme besteht gleichzeitig die Chance, den rechtlich geforderten barrierefreien Ausbau von Haltestellen, in diesem Bereich zu realisieren.

Laut Bürgermeister Jens Timm, ist auch die Gemeinde an einer räumlichen Verbesserung der Anbindung des Klinikums interessiert. „Der Gemeinderat hat bereits die Bereitschaft für eine finanzielle Beteiligung signalisiert“, so Timm, der auf eine gemeinsame Ortsbesichtigung mit dem Klinikum, der KVV und der AVG im Vorfeld der Entwurfsplanung verweist. Mischa Lange spricht von Gesamtkosten in Höhe von rund 250.000 Euro.

Die bisher rund 400 Meter entfernte und deutlich tiefer liegende Bushaltestelle des SRH-Klinikums Karlsbad soll im kommenden Jahr unmittelbar in den Bereich vor der Schranke beim Klinikeingang verlegt werden. Das Projekt hat sich in Corona-Zeiten verzögert. Die Kosten für den Bau eines Wendekreises mit Haltestelle werden mit rund 250.000 Euro beziffert. Foto: Gustl Weber

Laut Ragnar Watteroth, Kämmerer des Landkreises, kann der Bauherr mit einem Zuschuss nach dem Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetz des Landes, in der Größenordnung von immerhin 50 Prozent der Baukosten rechnen. Derzeit sei man in Gesprächen mit dem Regierungspräsidium. Offensichtlich ist allerdings noch nicht endgültig klar, wer letztlich Bauherr dieser Maßnahme sein wird.

Angebunden an der Haltestelle Klinikum sind bisher die KVV Linien 118 von Durlach-Zündhütle über Grünwettersbach, Palmbach, Stupferich und Mutschelbach (von 14 bis 19 Uhr stündlich), die Linie 152 aus Kleinsteinbach sowie der Regionalbus 721 von Pforzheim über Birkenfeld, Dietlingen, Ellmendingen und Nöttingen. Aus dem Raum Pforzheim/Enzkreis wird das Klinikum mit dieser Linie täglich neun Mal angefahren. An eine Veränderung des Fahrplanes ist zunächst nicht gedacht.

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