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Diskussion über Lärmschutz und Seniorenheime

Demokratie ohne Aufmerksamkeit: Digitaler Landtagswahlkampf im Enzkreis findet kaum Resonanz

Richtige Wahlkampfstimmung vor der Landtagswahl kommenden März mag noch nicht aufkommen. Alles verlagert sich ins Internet - wo es im Lokalen viel schwieriger ist, ein großes Publikum anzusprechen. Zwei Beispiele aus dem Enzkreis.

So sehen politische Veranstaltungen im Wahlkampf 2020 aus: Stefanie Seemann (Mitte unten) diskutierte per Go-to-Meeting über Lärmschutz, Philippe A. Singer (links oben) per Webex-Meeting über die Einsamkeit von Senioren. Foto: René Ronge

Gut hundert Tage vor der Landtagswahl herrscht kein Mangel an politischen Veranstaltungen. Das zeigt exemplarisch der Freitagabend im Enzkreis. Da befasste sich öffentlich erst die Grünen-Abgeordnete Stefanie Seemann mit dem Aufregerthema Lärmschutz, quasi direkt im Anschluss lud CDU-Landtagskandidat Philippe A. Singer zu einer Runde, in der über Mittel gegen Einsamkeit in Seniorenheimen gesprochen wurde. Beide setzen dafür auf Videokonferenzen - worauf in dieser Zeit auch sonst.

Beide Themen sind fraglos hoch relevant. Doch bei Singer waren es insgesamt nicht mehr als acht Teilnehmer, bei Seemann in der Spitze 18. So zeigt die Resonanz ein Problem des längst begonnenen Wahlkampfs. Eine echte Öffentlichkeit kann man nur schwer erreichen. Immerhin saßen hier wie da fachlich kompetente Kräfte und Multiplikatoren, es waren gewissermaßen sachliche Veranstaltungen mit echtem Mehrwert - aber ohne großes Potenzial für Mehrheiten. Seemann und Singer, die im März beide in den Landtag gewählt werden wollen, präsentierten sich als Moderatoren und netzwerkende Vermittler.

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