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Massive Schäden

Drei Kreisstraßen will der Enzkreis 2023 sanieren

Der Umwelt- und Verkehrsausschuss des Enzkreises blickt auf anstehende Projekte – und zieht eine positive Bilanz zum laufenden Jahr.

Straße mit Schild
Die Kreisstraße 4530 zwischen dem Kreisverkehr bei Göbrichen (Foto) und der Ortseinfahrt Eisingen soll 2023 saniert werden. Foto: Jürgen Peche

Eigentlich gehe es beim Erhaltungsprogramm der Kreisstraßen weiter wie gewohnt, sagte Erste Landesbeamtin Hilde Neidhardt dem Umwelt- und Verkehrsausschuss bei seiner jüngsten Sitzung. Die Ausgangslage sei erfreulich, denn sämtliche vergebenen Projekte dieses Jahres seien erledigt.

Es war eine Vielzahl kleinerer Maßnahmen, denen 2023 drei große folgen sollen: Die Kreisstraße 4530 von Eisingen bis zum Kreisverkehr bei Göbrichen, die K4541 vom Kreisverkehr Rieckertswasen nach Gräfenhausen und die K4520 zwischen Kleinvillars und Knittlingen. Mit den Ausschreibungen der Arbeiten soll zum Frühjahr begonnen werden.

Die K4530 weist starke Schäden der Asphaltschichten in Form von Setzungen, Rissen, aufgeplatzten und geflickten Stellen auf. Um ein Fortschreiten der Schäden auf untere Schichten zu vermeiden, muss die Asphaltschicht abgefräst und erneuert werden.

Die K4541 ist der über Jahre angestiegenen Verkehrsbelastung nicht mehr gewachsen und soll mit weiteren Asphaltschichten verstärkt werden. Risse, Aufbrüche und Wölbungen kennzeichnen die K4520, die in Teilen neu aufgebaut werden soll.

Asphalt einer Kreisstraße hält im Schnitt etwa 20 Jahre lang

Das gesamte Kreisstraßennetz des Enzkreises umfasst 220 Kilometer. In den vergangenen zehn Jahren wurden rund 60 Kilometer davon saniert. Je nach Belastung beträgt die Haltbarkeit der Asphaltschicht einer Straße maximal 20 Jahre.

Um tiefer gehende Schäden an der Straßendecke zu vermeiden, ist aus Sicht des Amts für Nachhaltige Mobilität auch aus wirtschaftlichen Gründen dringend eine Erhöhung der Finanzmittel für das Erhaltungsprogramm nötig. Bei der Haushaltsaufstellung sei aber der Stand von 2020 festgeschrieben und nur gestiegene Baupreise berücksichtigt worden. „Aus fachlicher Sicht müssten mehr Straßen ausgebaut werden“, bestätigt Dezernentin Neidhardt.

Kreisrat Joachim Wildenmann (Bündnisgrüne) sieht einen zunehmend schlechten Zustand der Straßen und fordert eine klare Priorisierung. „Einen festen Fünfjahresplan etwa gibt es nicht“, bestätigt Neidhardt. Allerdings würden sämtliche Kreisstraßen mit einem digitalen Programm regelmäßig befahren, um die Schadensentwicklung zu registrieren. Der Ausschuss votierte schließlich einstimmig für das Vorhaben.

Schüler-Beförderung wird 2023 für den Enzkreis teurer

Bei der Vorberatung des Haushalts in der Zuständigkeit des Fachausschusses stellte Hilde Neidhardt einige Besonderheiten vor. Etwa die Anschaffung eines Tools zur CO2-Messung für die Gemeinden. Ein Waldtag soll für das Berufsbild des Försters werben und den Wald ins Bewusstsein rücken.

Für die Gutachten zur S-Bahn und zur Zukunft des VPE werden Mittel bereitgestellt. Um eine dreiviertel Million teurer wird die Schülerbeförderung wegen steigender Sprit- und Personalkosten. Im Stellenplan gibt es Aufstockungen im Bereich Biodiversität mit einer Stelle.

Aufgestockt wird noch nicht bei der Bearbeitung von Anträgen zu neuen Windkraftanlagen: Aus Kommunen wie Neuenbürg, Mühlacker, Kämpfelbach und anderen kommen Interessensbekundungen. „Warten wir erst mal, ob 2023 auch konkrete Anträge kommen“, beruhigt Landrat Bastian Rosenau (parteilos) Stimmen, die auch hier schon eine Personalaufstockung fordern. Umsetzungen von Personal bei Bedarf brachte Hans Vester (SPD) ins Spiel.

Aus dem Baurechtsamt, wie vorgeschlagen, könne dies aber nicht geschehen: „Es ist noch kein Rückgang von Bauanträgen bemerkbar“, so Neidhardt.

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