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Dritte Regeländerung in neun Tagen

Im Enzkreis gilt ab Mittwoch schon wieder die Notbremse

Das Hin und Her mit den Corona-Regeln im Enzkreis geht weiter. Ab Mittwoch gilt schon wieder die Notbremse mit größeren Einschränkungen im öffentlichen Leben und für Geschäfte. Es ist die dritte Regeländerung in nur neun Tagen.

Das Gesundheitsamt meldete am Montag weitere Neuinfektionen mit dem Coronavirus - und drei Todesfälle. Foto: René Ronge

Ab Mittwoch, 14. April, darf der Einzelhandel im Enzkreis wiederum kein Click&Meet mehr anbieten, sondern nur noch Click&Collect. Abholung ersetzt also Terminshopping. Museen und Galerien müssen wieder schließen, sofern sie überhaupt schon wieder geöffnet hatten. Auch das beliebte Touristenziel Kloster Maulbronn darf letztmals an diesem Dienstag Besucher empfangen.

Anbieter körpernaher Dienstleistungen müssen ebenfalls wieder komplett schließen. Konkret betroffen sind wie Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo-, Piercing- oder Sonnenstudios. Nur medizinisch notwendige Behandlungen sind weiterhin erlaubt. Friseure dürfen geöffnet bleiben.

Ihre Pforten schließen müssen dagegen auch wieder Außen- und Innensportanlagen für den Amateur- und Freizeitsport. Individualsport auf weitläufigen Anlagen, also Golf-, Reit- oder Tennisplätzen, bleibt aber erlaubt, ebenso Individualsport. Dabei gelten die üblichen Kontaktregeln. Musikschulen dürfen nur noch Online-Unterricht anbieten.

Bund und Länder hatten sich Anfang März darauf verständigt, die Corona-Regeln an die Sieben-Tage-Inzidenz in Stadt- und Landkreisen zu koppeln, also an die Zahl der Neuinfizierten der zurückliegenden sieben Tage pro 100.000 Einwohner. In Pforzheim greift die Notbremse schon am Dienstag.

Tagelanges Auf und Ab bei den Zahlen

Das führte nun zuletzt zum Hin und Her im Enzkreis. An Karfreitag hatte die Inzidenz den dritten Tag hintereinander über 100 gelegen. Das löst die strengeren Regeln aus, die dann am zweiten Werktag darauf gelten.

Als am Dienstag die Notbremse griff, waren die Zahlen allerdings schon wieder unter 100 gesunken. Das dürfte vor allem daran gelegen haben, dass über die Feiertage weniger Menschen getestet wurden. Diese Delle bei den offiziellen Infektionszahlen war so groß, dass die Inzidenz im Kreis fünf Tage hintereinander unter 100 lag. Das wiederum löste von Donnerstag auf Freitag wiederum eine Lockerung der Regeln aus. Und nun, schon an diesem Montag, geht es also wieder in die andere Richtung.

Gesundheitsamt meldet elf Neuinfizierte...

Dass es so kommen würde, war bereits am Samstagabend klar. 66 Neuinfektionen hatten die Inzidenz im Enzkreis auf 120,3 hochschnellen lassen. Rechnerisch war damit bereits sicher, dass die Zahlen auch am zweiten und dritten Tag über 100 bleiben würden – sogar, wenn es gar keine neuen Infizierten geben würde.

Tatsächlich legte die Inzidenz aber noch zu. 40 Neuinfizierte am Sonntag trieben die Inzidenz auf 133,3 hoch. Am Montag meldete das örtliche Gesundheitsamt elf neue Fälle ans Land, die Inzidenz beträgt damit 130,8.

... und drei Covid-Tote

Damit ist der Enzkreis langsam in der Nähe des nächsten kritischen Schwelle. Denn ab einer Inzidenz von 150 drängt das Land vehement darauf, dass Landkreise nächtliche Ausgangssperren von 21 bis 5 Uhr erlassen.

Unterdessen meldete das Gesundheitsamt, dass in den vergangenen Tagen zwei Männer und eine Frau zwischen Mitte 70 und Ende 80 aus dem Enzkreis an Covid-19 gestorben sind. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona im Enzkreis auf 229.

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