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Stimmen zur Wahl

Nach Bürgermeisterwahl in Keltern fordern Fraktionen bessere Kommunikation

Stimmen zur Wahl: Was Grüne, SPD, Freie Wählergemeinschaft und CDU jetzt vom wiedergewählten Bürgermeister Steffen Bochinger erwarten.

Stimmenauszählung nach der Wahl in Keltern: Was die Fraktionen jetzt von Bürgermeister Steffen Bochinger erwarten. Foto: Torsten Ochs

Rückhalt erhält der im Amt bestätigte Bürgermeister Steffen Bochinger von den Fraktionen im Kelterner Gemeinderat. Allerdings gibt es für die Rathausverwaltung auch einiges anzupacken und weiterzuführen.

Die Sanierung der Sporthalle Speiterling, barrierefreies Rathaus Dietlingen, die Winzerhalle Ellmendingen und Sanierung der Brücke in der Keplerstraße sollten jetzt in die Gänge kommen, findet Manfred Dengler (Grüne): „Wir wünschen uns hier mehr Transparenz, was den Stand der Projekte angeht, und Zeitlinien, bis wann diese umgesetzt sind.“

Ein Blick auf die Finanzplanung zeige, dass die Rücklagen schmelzen, dennoch sei es wichtig, dass die Vorhaben begonnen werden. Auch der Hochwasserschutz müsse angegangen werden. In Keltern gibt es innerörtlich so viele unbebaute Grundstücke, die sofort bebaut werden könnten.

Manfred Dengler (Grüne) Foto: Bernd Helbig

Hier sollten neue kreative Wege gesucht werden, um diese Flächen endlich nutzbar zu machen. „Wenn wir auch nicht immer einer Meinung mit Bürgermeister Bochinger sind, so schätzen wir an ihm die Art des Umgangs, und dass wir jederzeit mit unseren Anliegen zu ihm kommen können“, sagt Dengler.

Susanne Nittel für W-LAN-Ausbau

Susanne Nittel (SPD) Foto: Bernd Helbig

Neben den anstehenden Sachthemen wie bezahlbarer Wohnraum, Mobilität und Förderung der Kultur- wie Vereinslandschaft müsse das Rathaus künftig eine offensivere Informationspolitik betreiben, findet Susanne Nittel (SPD): Es genüge auch nicht, im Haushalt unter der Überschrift „Digitalisierung“ nur an Breitbandausbau zu denken. Dazu gehört auch W-LAN in den öffentlichen Gebäuden und den Sport- und Mehrzweckhallen.

„Vor allem aber brauchen wir eine Digitalisierung der Verwaltung. Die Homepage sollte für die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern und für mehr Transparenz genutzt werden, indem wir dort unsere Projekte, deren Kosten und den jeweiligen Fortschritt anschaulich machen.“ Neue Ideen brauche Keltern auch für eine zukunftsweisende Nutzung gemeindeeigener Grundstücke. „Die Zukunft der Gemeinde sichern wir nur mit einer an der demographischen Entwicklung orientierten Nutzung der Grundstücke.“

Riegsinger fordert, Wohnraum zur Chefsache zu machen

Johannes Riegsinger (FWG) Foto: Bernd Helbig

Die Erschließung von Bau- und Wohnraum in Neubaugebieten, aber auch innerörtlich, sollte als Chefsache mit Hochdruck betrieben werden, sagt Johannes Riegsinger (Freie Wählergemeinschaft, kurz: FWG): Eine in die kommenden Jahrzehnte schauende Kindergarten-, Infrastruktur- und Verkehrsplanung gehöre dazu.

Die Kommunikation von Verwaltung und Rathaus mit den Bürgern sei schwach. „Wir müssen unser Handeln erklären und erläutern, die Bürger mitnehmen, Rede und Antwort stehen, bevor Fragen und Unklarheiten aufkommen, und unsere Bürger als Partner verstehen. Das muss bei uns Kultur und Gewohnheit werden und für alle Bereiche gelten.“ „Digitalisierung“ scheint von der Verwaltung bisher als notwendiges Übel und nicht als große Chance verstanden zu werden, so Riegsinger. Dabei sollten Verwaltungskontakte für die Bürger schlank, verständlich und komfortabel werden. Bochinger bezeichnet er als kollegial, freundlich und immer offen für ein Gespräch.

Karin Becker will weitere Unternehmen für Keltern gewinnen

Karin Becker (CDU) Foto: Bernd Helbig

Priorität sollte die Sicherung der Einnahmesituation, ein ausgeglichener Haushalt und die Generierung weiterer Einnahmequellen durch Gewinnung neuer Unternehmen haben, fordert Karin Becker (CDU).

Wichtig sind aus ihrer Sicht außerdem die Schaffung von Wohnraum durch Innenverdichtung sowie die Erschließung neuer Baugebiete, ein Verkehrskonzept mit Verbesserung der Infrastruktur, wenn möglich Stadtbahnanschluss und Ausbau der Radwege.

Dazu Erhalt und Stärkung der medizinischen Versorgung durch Gesundheitszentren und Ärztehaus, Stärkung der Einzelhandels-, Gastronomie- und Tourismusangebote. Zudem spricht sie sich für den Bau einer Freiflächen-Bürgersolaranlage zur Gewinnung weiterer regenerativer Energie aus. „An Bürgermeister Bochinger schätzen wir, dass er immer ein offenes Ohr hat. Er ist ein Teamplayer“, so Becker.

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