Skip to main content

Marinko Suvak

Ohne zu kandidieren: Dietlinger erhält bei Kelterner Bürgermeisterwahl 13 Stimmen

Marinko Suvak war vor mehr als 25 Jahren Deutschlands jüngster Bürgermeisterkandidat, als er bei der Wahl in Keltern antrat. Daran haben sich in diesem Jahr wohl einige Keltnerner erinnert.

Ein Achtungserfolg: Ins Rathaus schaffte es Marinko Suvak (mit Ehefrau Ramona) mit 13 Stimmen nicht. Foto: Nico Roller

13 Stimmen hat Marinko Suvak bei der Bürgermeisterwahl in Keltern bekommen. Das klingt zunächst nicht nach viel, wenn man bedenkt, dass Amtsinhaber Steffen Bochinger die Wahl mit 2.248 Stimmen gewonnen und sein Gegenkandidat Dominique Roller 1.478 Stimmen geholt hat.

Allerdings: Im Gegensatz zu Bochinger und Roller ist Suvak gar nicht als Kandidat angetreten, sein Name stand nicht auf den Stimmzetteln. Dass er 13 Stimmen bekommen hat, liegt daran, dass 13 Wähler von sich aus seinen Namen auf ihren Stimmzettel geschrieben haben.

Rechtlich ist das zulässig. Überrascht war Suvak davon dennoch. „Es gab zwar vorher schon ein Gemunkel, aber damit gerechnet habe ich wirklich nicht“, sagt der 50-jährige Dietlinger.

Er führt die 13 Stimmen in erster Linie darauf zurück, dass sich einige Kelterner wohl noch an die Bürgermeisterwahl des Jahres 1996 erinnern können, bei der er als Kandidat gegen Amtsinhaber Wolfgang Gehring angetreten ist. Die Wahl fand damals am 14. April statt: genau an dem Tag, an dem Suvak seinen 25. Geburtstag feierte.

Damit war er Deutschlands jüngster Bürgermeisterkandidat, denn antreten darf man bei Bürgermeisterwahlen erst, wenn man das 25. Lebensjahr vollendet hat.

Steffen Bochinger feierte mit seiner Frau Sandra und seinen beiden Söhnen Patrice (links) und Silas die Wiederwahl zum Bürgermeister von Keltern. Foto: Herbert Ehmann

Marinko Suvak hat dem Sieger der Bürgermeister-Wahl in Keltern noch am Sonntag gratuliert

Auch wenn es Suvak damals mit rund elf Prozent der Stimmen nicht ins Rathaus auf den Chefsessel geschafft hat, war die Kandidatur rückblickend für ihn eine wichtige Erfahrung und „sehr prägend fürs spätere Leben“.

Nach der Wahl entschied er sich, eine militärische Laufbahn einzuschlagen und wurde Berufsoffizier bei der Luftwaffe. Inzwischen ist er Pensionär.

Suvak ist verheiratet, hat drei Kinder und eine Enkelin. Seit seinem zweiten Lebensjahr ist er in Keltern zu Hause, mit einer beruflich bedingten Unterbrechung von zehn Jahren. Dass sich offenbar noch einige Menschen an die Geschichte von vor 25 Jahren erinnert haben, freut ihn.

Für den Ausgang der diesjährigen Bürgermeisterwahl hat er sich interessiert und war deswegen vor Ort, als im Wahlausschuss das offizielle Ergebnis bekanntgegeben wurde. Selbstverständlich gratulierte er dem Sieger Steffen Bochinger zur Wiederwahl. „Da bin ich auch mit ihm ins Gespräch gekommen über die Wahl vor 25 Jahren.“

nach oben Zurück zum Seitenanfang