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Frische Ideen für Festival

Raphael Beil und Jan Schickle organisieren CVJM-Badentreff in Oberacker

Raphael Beil und Jan Schickle organisieren den Badentreff: ein vom CVJM-Landesverband ausgerichtetes Festival, das vom 8. bis zum 10. Juli in Oberacker für Jugendliche aus ganz Baden stattfindet.

Sind „optimistisch angespannt“: Jan Schickle aus Remchingen (links) und Raphael Beil aus Dürrn freuen sich auf den Badentreff, der am Freitag in Oberacker startet.
Jan Schickle aus Remchingen (links) und Raphael Beil aus Dürrn freuen sich auf den Badentreff, der am Freitag in Oberacker startet. Foto: Nico Roller

Eine Großveranstaltung, die vor Corona mehr als 1.000 Teilnehmer angezogen hat und einer fundierten Vorbereitung bedarf. „Wir haben das dieses Jahr komplett neu aufgestellt“, sagt Schickle. Er ist CVJM-Landessekretär, kommt aus Remchingen und hat bereits zwei Badentreffs organisiert, allerdings beide unter Corona-Bedingungen und mit deutlich abgespecktem Programm.

Weil 2022 „doch ein paar Nummern größer“ wird, suchte er sich Hilfe und ging im November auf Raphael Beil zu, den Diakon der evangelischen Kirchengemeinden Kieselbronn und Dürrn, der dort selbst immer wieder große Aktionen für Kinder und Jugendliche organisiert.

Die beiden kannten sich gut, weil sie zusammen schon einige Jahre eine große Jugendfreizeit geleitet hatten: das Maxx-Camp. Zunächst sagte Beil „zu 95 Prozent“ ab. Aber dann entschied er sich um, gab sogar eine andere Veranstaltung auf, um beim Badentreff dabei sein zu können. Denn der hat für ihn eine besondere Bedeutung: „Ich war dort das erste Mal mit 13 und verbinde viel mit dieser Veranstaltung.“

Aus der CVJM-Veranstaltung wird ein Festival

Im November machten sich Beil und Schickle an die Arbeit und zuerst auf die Suche nach einem neuen Veranstaltungsort, denn der bisherige in Karlsdorf-Neuthard stand nicht mehr zur Verfügung. Dort hatte es ein großes Freigelände und für Veranstaltungen zusätzlich eine Halle mit ausreichend Platz für mehr als 1.000 Menschen gegeben.

Weil es Letztere in dieser Größenordnung am neuen Veranstaltungsort in Oberacker nicht mehr gibt, passten Schickle und Beil das Veranstaltungskonzept an, legten den Schwerpunkt zumindest am Samstag mehr auf die Musik und machten ein Festival daraus.

„Dass wir etwas ändern wollen, hatten wir ohnehin schon länger überlegt“, sagt Beil und ergänzt: „Ich glaube, dass es einem Festival für Jugendliche gut tut, sich zu fragen, welche Themen für sie relevant und welche Formate für sie attraktiv sind.“ Deswegen sei es nur folgerichtig gewesen, eine „kleine Revolution“ zu starten.

Zwar wird einiges Bewährte erhalten bleiben, aber es wird auch einiges anders laufen als vor drei Jahren, als der Badentreff das bislang letzte Mal regulär stattgefunden hat. Der größte Unterschied ist, dass die Veranstaltung komplett im Freien stattfindet.

Im Mittelpunkt steht der Samstag, an dem mit dem Castingshow-Gewinner Samuel Rösch und der Schweizer Elektropop-Band „JackSayFree“ hochkarätige Künstler auf der Bühne stehen. Um ihre Auftritte herum gruppierte man die der übrigen Künstler und das Rahmenprogramm, das auch dieses Jahr viel Sport und Spiel bietet.

Organisatoren sind vor Badentreff „optimistisch angespannt“

Bei der Organisation stand für Beil und Schickle die Frage im Mittelpunkt, mit welchen Formaten sich die christliche Botschaft am besten transportieren lässt. Aber es galt auch, ganz praktische Probleme zu lösen: Wo können die Vereine mitgebrachte Lebensmittel kühlen? Wie viele Toiletten und Duschen werden benötigt? Wie wird das Gelände im Notfall evakuiert? „Wir mussten auf unheimlich viel achten“, sagt Beil und erzählt, dass es gar nicht so leicht gewesen sei, logistisches Equipment zu bekommen, weil nun sehr viele Veranstaltungen auf einmal stattfinden.

Stundenlang haben Schickle und er deswegen telefoniert. „Das ist ein unglaublicher Zeitfresser gewesen.“ Erst recht, wenn man das Ganze professionell aufziehen will: mit Soundsystem und LED-Leinwand. Inzwischen seien „die großen Brocken“ aber weg. Jetzt gebe es „noch ganz viel Kleinkram“ zu tun: Feuerlöscher kontrollieren, Beschilderung anbringen, einen Spielplan für das Volleyballturnier im Mondschein erstellen, Teilnehmerhefte und Armbänder verschicken.

Umso dankbarer sind Beil und Schickle, dass es Bereichsleiter gibt, die sie von Anfang an unterstützt haben. Aktuell sind die beiden „optimistisch angespannt“ und freuen sich auf den Badentreff. Schickle sagt: „Am Ende zu sehen, wie alles zusammenpasst, ist ein toller Moment.“

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