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Aufruf zur Geschlossenheit

Erweiterung des Königsbacher Bildungszentrums: Jetzt melden sich Eltern und Schüler zu Wort

Weiter planen wie bisher? Oder doch eine Alternative suchen? Am Dienstag steht eine wichtige Sitzung zur Erweiterung des Königsbacher Bildungszentrums an. Die Gemeinden im Schulverband sind sich uneinig. Die Meinung von Eltern und Schülern dagegen ist eindeutig.

Das Königsbacher Bildungszentrum liegt Elternvertreter Thomas Adam, den Schülersprechern Lucas Petervari, Madison Nonnenmann, Luis Kremeier, Paula Bauer, Lara Bauch und Elternvertreter Johannes Tusch (von links) am Herzen. Foto: Nico Roller

Intensiv, teilweise auch emotional ist in den vergangenen Tagen über die geplante bauliche Erweiterung des Königsbacher Bildungszentrums diskutiert worden.

Inzwischen haben sich alle vier zum Schulverband gehörenden Gemeinden positioniert: Während Königsbach-Stein und Eisingen die bisherige Planung fortsetzen wollen, sprechen sich Kämpfelbach und Ispringen für eine ordentliche Kündigung aller Vertragspartner samt Zahlung für die bisher erbrachten Leistungen und für eine Neuausschreibung der Planungsleistungen aus.

Am Dienstag, 21. Dezember, findet die nächste Sitzung der Verbandsversammlung statt. Für die Abstimmung dort haben alle Gemeinderäte ihren Vertretern klare Weisungen erteilt.

Elternvertreter melden sich zur Erweiterung des Königsbacher Bildungszentrums zu Wort

Rein rechnerisch würde das bedeuten, dass neun Stimmen für die Fortsetzung der bisherigen Planung und sieben für einen Neustart mit einer Alternativplanung zu erwarten wären. Bevor die Sitzung am Dienstag stattfindet, melden sich nun noch einmal die Elternvertreter und zum ersten Mal auch die Schülersprecher sowohl vom Lise-Meitner-Gymnasium als auch von der Willy-Brandt-Realschule zu Wort.

Uns ist es auch wichtig, dass das bereits festgelegte Ziel nicht aus den Augen verloren wird.
Thomas Adam, Elternbeiratsvorsitzender der Realschule

Im Vorfeld der Verbandsversammlung wollen sie zur Einigkeit und zur konstruktiven Zusammenarbeit aufrufen. „Wir finden es gut, dass sich grundsätzlich alle vier Gemeinden zur Erweiterung bekennen“, sagt Thomas Adam, Elternbeiratsvorsitzender der Realschule. „Wir können gut verstehen, dass die Entscheidung den Ratsmitgliedern nicht leicht gefallen ist.“ Auch für den Wunsch nach Kosteneinsparungen habe man Verständnis. „Aber uns ist es auch wichtig, dass das bereits festgelegte Ziel nicht aus den Augen verloren wird.“

Adam sagt, letztlich gehe es doch allen Beteiligten um dasselbe: den Schülern einen guten Unterricht und eine vernünftige Bildung zu ermöglichen. „Und je früher der Erweiterungsbau in Betrieb gehen kann, desto besser ist das für unsere Schüler.“ Wenn es eine gleichwertige Alternative zur bisherigen Planung gebe, stehe man dieser grundsätzlich offen gegenüber, sagt Johannes Tusch, Elternbeiratsvorsitzender des Gymnasiums: „Ob das tatsächlich so ist, können wir nicht beurteilen, weil wir noch keine Details kennen.“

Aus den bereits veröffentlichten Unterlagen gehe allerdings hervor, dass die Bruttogrundfläche geringer ausfallen soll als bei der bisherigen Planung. Zudem sieht Tusch die Gefahr, dass noch nicht alle Kosten bekannt sein könnten, weil die Alternativplanung noch nicht so weit fortgeschritten ist. Hinzu kommt das Zeitfenster: Tusch geht davon aus, dass die Umsetzung der Alternative länger dauert – allein schon, weil eine Neuausschreibung erforderlich wird.

Schüler wünschen sich mehr Fachräume am Bildungszentrum in Königsbach

Er und Adam wünschen sich, dass im Schulverband wieder eine vertrauensvolle Zusammenarbeit stattfindet. „In der Vergangenheit haben die Gemeinden auf konstruktiver Basis immer wegweisende Entscheidungen zum Wohl der Schüler getroffen.“ Diese melden sich nun auch zu Wort: „Ich finde die Erweiterung eine gute und wichtige Sache“, sagt Lara Bauch, die zusammen mit Paula Bauer Schülersprecherin am Gymnasium ist.

„Es wäre gut, wenn der Erweiterungsbau so schnell wie möglich umgesetzt werden könnte, damit auch künftige Schülergenerationen davon profitieren.“ Die beiden Schülersprecherinnen wissen aus eigener Erfahrung, dass am Bildungszentrum ein Raummangel herrscht, insbesondere bei Fachräumen. Die Bio-, Chemie- und Geografie-Räume im Hauptbau seien „uralt“ und entsprächen den Anforderungen nicht mehr. „Experimente und praktisches Arbeiten sind dort kaum umsetzbar.“

Das bestätigen auch die Realschul-Schülersprecher Madison Nonnenmann, Luis Kremeier und Lucas Petervari. Sie betonen: Gerade in Chemie und Physik brauche man Versuche, um die Zusammenhänge zu verstehen. „Insbesondere bei jüngeren Schülern kann man auf diese Weise auch das Interesse für diese Fächer wecken.“ Die Schülersprecher sagen, die Realschule habe jeweils nur einen eigenen Chemie-, Physik- und Bio-Raum. „Das führt dazu, dass wir Fachunterricht teilweise notgedrungen in normalen Klassenzimmern haben.“

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