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Auf dem Eichhälderhof bei Königsbach

Ferien im Fass sollen ideal sein für die Corona-Zeit

Ferien auf dem Bauernhof? Gibt’s schon. Ferien im Fass? Klingt ungewöhnlich – und ist es auch. In Königsbach haben Sabine Büttner und Martin Ehrismann genau das eingerichtet.

Auf der Terrasse vor dem Holzfass haben Sabine Büttner und Martin Ehrismann Platz genommen. Im Fass hinter ihnen wurde da noch fleißig gearbeitet. Foto: Nico Roller

Von unserem Mitarbeiter Nico Roller

Eine echte Alternative zur Ferienwohnung und zum Hotelzimmer soll es sein, zudem gemütlich eingerichtet, geräumig und komfortabel: Ab sofort kann man auf dem Eichhälderhof bei Königsbach seine Ferien im Holzfass verbringen. Gerade in Corona-Zeiten will man den Gästen damit die Möglichkeit zum Urlaub in der Region bieten.

Die Übernachtung werde zum Erlebnis, versprechen Sabine Büttner und Martin Ehrismann. Die beiden leiten den Eichhälderhof und sind inzwischen dafür bekannt, sich immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen: Rundfahrten über ihre Felder bieten sie schon an, Bier aus eigener Gerste, Holzpellets – und nun auch die Übernachtungsmöglichkeit im Fass.

Dort gibt es auf knapp zehn Quadratmetern neben einem großen Doppelbett auch einen Tisch mit Sitzgelegenheit, einen Kühlschrank, eine Kaffeemaschine und einen Wasserkocher, zudem zwei weitere Schlafplätze im Stockbett. Bis zu vier Personen finden problemlos Platz in dem Fass, das nicht nur über einen Internetzugang per WLAN verfügt, sondern auch über eine Infrarotheizung für kalte Tage. Ausreichend Steckdosen gibt es sowieso.

Die Sanitäranlagen mit Dusche, Toilette und Waschbecken liegen zehn Meter entfernt in einem eigenen Gebäude. Das Fass steht nicht mitten auf dem Hof, sondern am Rand hinter einer Halle. Ein Platz, den Sabine Büttner und Martin Ehrismann bewusst gewählt haben.

Nicht nur, weil sich dort die Zufahrt einfach gestalten und das Auto direkt neben dem Fass parken lässt. Sondern auch wegen der Aussicht. Viel Grün hat man im Blick, unter anderem Sonnenblumen und Bäume. Man sieht den Nordschwarzwald, an klaren Tagen bis nach Straubenhardt und Dennach. „Man hat das Gefühl, im Freien zu sein“, sagt Martin Ehrismann und erklärt: Wenn man Glück habe, könne man auch Hasen und Rehe zu Gesicht bekommen.

Anfragen von Gästen gab es schon, bevor das Fass fertig war

Ehrismann spricht von Ruhe und Entspannung, davon, dass man keine Straße höre, keine Bahnlinie, keinen Flugverkehr. Ab vom Schuss sei man aber trotzdem nicht. Zahlreiche Ausflüge könne man unternehmen, etwa Radtouren, Wanderungen, Besuche in Museen und Tierparks. „Es gibt tausend Möglichkeiten“, sagt Ehrismann: „Man muss sie nur nutzen.“

Seit rund vier Wochen wird an dem Fass gearbeitet. Die Idee dafür hatten Sabine Büttner und Martin Ehrismann aber schon länger: Immer wieder seien nach den Felderrundfahrten Gäste auf sie zugekommen und hätten nach Ferienwohnungen gefragt. Interesse war also da. Kein Wunder, dass es schon Anfragen von potenziellen Übernachtungsgästen gab, noch bevor das Fass fertig war.

Es besteht aus Hunderten Einzelteilen, die als Bausatz auf einem Lastwagen angeliefert wurden – zusammen mit einer Anleitung, die laut Ehrismann ein wenig an Lego erinnerte. Büttner und er könnten sich durchaus vorstellen, im kommenden Jahr ein paar Meter neben dem Fass noch eine zweite Übernachtungsmöglichkeit zu schaffen. Ob es sich dabei auch um ein Fass handeln wird? Das stehe noch nicht hundertprozentig fest.

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