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Vor dem zweiten Wahlgang

Königsbach-Stein: Bürgermeister Genthner sieht Atmosphäre im Wahlkampf vergiftet

Dienstaufsichtsbeschwerde und Handzettel zum Hochwasserschutz: Bürgermeister Heiko Genthner stört sich am Stil des Wahlkampfs in Königsbach-Stein. Er sieht die Atmosphäre vor dem entscheidenden Wahlgang am Sonntag als vergiftet an.

Ernster Blick: Bürgermeister Heiko Genthner, hier bei der Verkündung der Ergebnisse des ersten Wahlgangs, beklagt den Stil im Wahlkampf in Königsbach-Stein. Foto: Nico Roller

In der Wahrnehmung von Amtsinhaber Heiko Genthner ist die Bürgermeisterwahl in Königsbach-Stein zur Stilfrage geworden. Er beruft sich dabei auf die Rückmeldung von Bürgern. „Man beobachtet schon genau, welche Methoden in unserer Gemeinde angewendet werden, die gar nicht zu Königsbach-Stein passen“, so der Amtsinhaber in einer Pressemitteilung.

Man kann sogar leider sagen, dass hier die demokratische Atmosphäre regelrecht vergiftet wird.
Heiko Genthner, Bürgermeister Königsbach-Stein

Genthner sagt, er könne als Bürgermeister viel aushalten, melde sich nun aber aus Sorge um den Stil zu Wort, der in der Gemeinde Einzug gehalten habe. „Ja, man kann sogar leider sagen, dass hier die demokratische Atmosphäre regelrecht vergiftet wird. Nur gegen alles zu sein, ist für mich jedenfalls kein tragfähiges Konzept“, betont er.

Genthner bezieht sich dabei unter anderem auf die aktuelle Dienstaufsichtsbeschwerde gegen ihn. Er glaubt, sie werde abermals erfolglos sein. „Sehr negativ aufgenommen wurde auch die Kampagne zum Hochwasserschutz voller Unwahrheiten per Handzettel. Was da kommuniziert wird, schlägt dem Fass den Boden aus“, so der Amtsinhaber weiter.

„Als Bürgermeister ist es meine Aufgabe, stets korrekt zu sein – beim Gestalten und Verwalten.“ Beim Hochwasserschutz müsse man Vorgaben des Landes einhalten. „Das geht aber offensichtlich nicht in die Köpfe einiger. Stattdessen wird mit Unwahrheiten um sich geworfen, was die Menschen unserer Gemeinde sich eben auch nicht gefallen lassen wollen.“

Ergebnisse werden ganz unterschiedlich bewertet

Im zweiten und entscheidenden Wahlgang am kommenden Sonntag tritt Genthner gegen seinen Herausforderer Rolf Engelmann an. Im ersten Wahlgang hatte Genthner 49,32 Prozent der Stimmen erreicht, Engelmann 45,38 Prozent. Die Bewertung fällt naturgemäß unterschiedlich aus. Genthner findet: „Vorletzten Sonntag hat eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger mir ihr Vertrauen ausgesprochen. Es haben nur wenige Stimmen gefehlt. Das spornt mich für den Endspurt im Wahlkampf an.“ Engelmann wähnt sich in einer sehr aussichtsreichen Position und findet: „Der amtierende Bürgermeister hat seinen Rückhalt in der Bevölkerung eingebüßt.“

Genthner und Engelmann im Wahlkampfendspurt

Im Wahlkampfendspurt setzt Genthner unter der Woche seine Standaktionen fort: an diesem Dienstag (16.30 bis 18 Uhr) vor „Verpackungsfreie Zone“ (Keltenstraße 4) und am Donnerstag von 9 bis 11 Uhr auf dem Marktplatz Königsbach sowie anschließend von 11.30 bis 13.30 Uhr in der Königsbacher Straße vor dem Cafe Faulhaber und von 18.30 bis 20.00 Uhr vor der Rossmann-Filiale (Steiner Straße 62).

Engelmann ist mit seinem „Bürgertreff im Freien“ an diesem Dienstag (16.30 bis 18 Uhr) am Rathaus Stein und am Donnerstag (9.30 bis 11 Uhr) am Marktplatz Königsbach.

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