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Corona-Schnelltest

Neues Testzentrum im Enzkreis: Ehrenamtliche testen in der Königsbacher Festhalle

Am Samstag startet in Königsbach ein Corona-Testzentrum im Kooperation mit dem Roten Kreuz. Die Schnelltests werden von Ehrenamtlichen durchgeführt, berechtigt sind Einwohner aus Königsbach-Stein.

Ehrenamtliche des Roten Kreuzes nehmen am Samstag im DRK-Depot bei der Festhalle Corona-Schnelltests vor – allerdings nur an Einwohnern von Königsbach-Stein. Foto: Nico Roller

Das Testen ist ein zentraler Baustein bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Bei vielen Ärzten und in zahlreichen Apotheken ist es mittlerweile möglich – und ab Samstag auch an der Königsbacher Festhalle.

Dort richtet die Gemeindeverwaltung zusammen mit dem Ortsverein des Roten Kreuzes in dessen Räumlichkeiten ein kommunales Testzentrum ein. Auf Anfrage hat Königsbach-Steins Bürgermeister Heiko Genthner der Presse dazu im Vorfeld keine Informationen zukommen lassen.

Auf der Internetseite des Roten Kreuzes Königsbach und im Amtsblatt finden sich allerdings die wichtigsten Informationen: Von 10 bis 12 Uhr nehmen Ehrenamtliche am Samstag die Tests vor, die in erster Linie für Personen gedacht sind, die durch Beruf oder Schule vermehrt Kontakt zu fremden Menschen haben, auf die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs angewiesen sind oder engeren Kontakt zu Angehörigen der Risikogruppen haben.

Corona-Tests nur für Einwohner aus Königsbach-Stein

Testen lassen darf sich nur, wer mindestens 18 Jahre alt ist, in Königsbach-Stein wohnt, aktuell nicht in Quarantäne sein muss, keinen Berechtigungsschein zur Schnelltestung als Lehrer oder Erzieher hat und keine Symptome zeigt, die auf eine Corona-Erkrankung hindeuten.

Das kommunale Testzentrum in Königsbach ist nicht das einzige, in dem Ehrenamtliche des Roten Kreuzes die Tests vornehmen. Ähnliche Einrichtungen gibt es schon in neun weiteren Gemeinden des Enzkreises, etwa in Kieselbronn, Keltern, Mühlacker, Remchingen, Heimsheim oder Neuhausen. Ein Sonderfall existiert in Wiernsheim, wo das DRK mit einer Apotheke zusammenarbeitet.

Mitarbeiter in Heimen und Unternehmen sollen geschult werden

Rund ein Drittel der Ortsvereine im Enzkreis bringt sich aktuell ein, Tendenz steigend. „Wir haben frühzeitig gemerkt, dass es da einen riesigen Bedarf gibt“, erklärt Daniela Kneis, Pressesprecherin des DRK-Kreisverbands Pforzheim Enzkreis.

Dessen Präsident Wolfgang Kramer ist zugleich DRK-Landesarzt und hat ein Konzept erarbeitet, mit dem Erste-Hilfe-Ausbilder im Testen geschult werden. Anschließend geben sie als Multiplikatoren ihr Wissen weiter, etwa an Mitarbeiter in Heimen und großen Firmen oder an Ehrenamtliche in den Ortsvereinen.

Die richtige Vorgehensweise beim Testen sei eigentlich nicht schwer zu lernen, meint Kneis: Im Wesentlichen gehe es in den Schulungen darum, die Anatomie der Nase und das richtige Anlegen der Schutzkleidung zu vermitteln.

Der Test ist kein Freifahrtschein.
Daniela Kneis, DRK-Sprecherin über die Tests.

Wichtig sei aber auch die Aufklärung der Bürger, so die DRK-Sprecherin: Ein Test sei nur eine Momentaufnahme, die die aktuell vorhandene Viruslast zeige. „Er ist kein Freifahrtschein.“ Kneis erklärt, das DRK erhalte aus immer mehr Gemeinden Anfragen, aber man komme so langsam an die Kapazitätsgrenzen – auch, weil viele Ehrenamtliche in den Kreisimpfzentren helfen.

Auch in Königsbach werden die Tests von Ehrenamtlichen vorgenommen. Wer sich testen lassen will, muss seinen Personalausweis oder Reisepass vorzeigen und seine persönlichen Daten angeben. Eine Anmeldung ist aktuell nicht erforderlich.

So laufen die Corona-Schnelltests in Königsbach ab

Beim Test wird das Sekret aus der Nase entnommen. Nach 15 bis 30 Minuten erhält man das Ergebnis. Wer positiv getestet wird, muss sich in Quarantäne begeben. Außerdem werden positive Tests an das Gesundheitsamt übermittelt, das sich dann mit den Getesteten in Verbindung setzt.

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