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Ohne Diskussion

Schulverband stimmt für Erweiterung des Königsbacher Bildungszentrums mit bisheriger Planung

Der Schulverband stimmt reibungslos für die Erweiterung des Königsbacher Bildungszentrums mit der bisherigen Planung. Das Thema hatte vorab für intensive Diskussionen gesorgt.

Beschlossene Sache: Die bisherige Planung soll am Königsbacher Bildungszentrum fortgesetzt werden. Diese sieht im Wesentlichen vor, das Naturwissenschafts-Gebäude im Norden des Schulgeländes zu erweitern. Foto: Nico Roller

Hitzige Streitgespräche und große Emotionen gab es nicht: Die Sitzung der Schulverbandsversammlung verlief sachlich, harmonisch und zielorientiert. Zwar war die geplante bauliche Erweiterung des Königsbacher Bildungszentrums in der vergangenen Woche in den Gemeinderäten der vier zum Verband gehörenden Gemeinden Königsbach-Stein, Eisingen, Kämpfelbach und Ispringen teilweise äußerst intensiv beraten worden.

Doch die finale Abstimmung am Dienstagabend ging reibungslos und ohne große Diskussion über die Bühne: Bei neun Ja- und sieben Nein-Stimmen wurde beschlossen, trotz einer enormen Kostensteigerung an der bisherigen Planung festzuhalten.

Damit stimmten die Gremiumsmitglieder exakt so ab, wie es ihnen ihre Gemeinderäte vergangene Woche aufgetragen hatten: Während sich der Kämpfelbacher und der Ispringer Rat mehrheitlich für einen Neustart mit einer Alternativplanung ausgesprochen hatten, favorisierte man in Eisingen und Königsbach-Stein die Fortsetzung der bisherigen Planung.

Auch wenn die Sitzung der Verbandsversammlung insgesamt harmonisch und versöhnlich verlief, gab es die eine oder andere kritische, allerdings sachlich vorgetragene Bemerkung.

Etwa von Kämpfelbachs Bürgermeister Udo Kleiner (parteilos). Er betonte, man werde natürlich die Mehrheitsentscheidung des Gremiums mittragen. Sein Gemeinderat habe sachlich, nüchtern, frei von Emotionen und Einmischungen anderer beraten – und sich für die Alternativplanung entschieden. Diese ist aus seiner Sicht „genauso qualitativ hochwertig“. Die Entscheidung des Kämpfelbacher Rats im Anschluss als ein „Himmelfahrtskommando“ zu bezeichnen, fand er daher nicht in Ordnung. „Da hätte es eines klaren Statements der Sitzungsleitung bedurft.“

Kleiner hob damit auf eine Äußerung Sascha Leonhards (FDP) in der Königsbach-Steiner Gemeinderatssitzung am Dienstag vergangener Woche ab. Dieser betonte nun, auf keinen Fall habe er den Kämpfelbacher Gemeinderat, die Verwaltung oder den Bürgermeister beleidigen oder bevormunden wollen. Ihm sei es nur darum gegangen, zum Ausdruck zu bringen, dass er die bisherige Planung für die bessere halte. Auch Ispringens Bürgermeister Thomas Zeilmeier (parteilos) sagte, die „Einflussnahme“ sei „schwerwiegend“ und „nicht unbedingt vertrauensbildend“ gewesen.

Königsbach-Steins Bürgermeister Heiko Genthner will weiterhin sachlich diskutieren

Königsbach-Steins Bürgermeister Heiko Genthner (parteilos) rief auch für die Zukunft zu Diskussionen auf sachlicher Grundlage auf. „Das hatten wir in der Vergangenheit immer.“ Es gehe darum, zu einem gemeinsamen Ziel zu kommen und das Königsbacher Bildungszentrum gemeinsam voranzubringen. Genthner erinnerte daran, dass man beim Architektenwettbewerb im Sommer 2019 mit einer einvernehmlichen Entscheidung eingestiegen sei. Schon damals sei klar gewesen, dass die favorisierte Variante – eine Erweiterung des bestehenden naturwissenschaftlichen Gebäudes – etwas teurer würde als die Neuerrichtung eines allein stehenden Einzelgebäudes.

Die im Anschluss eingetretene Kostensteigerung sei auch für ihn „schockierend“ gewesen. Über den Weg zum Ziel habe man anschließend intensiv diskutiert. „Aber das gemeinsame Ziel hat uns die ganze Zeit geeint.“ Das Bildungszentrum solle auch in Zukunft „ein attraktives Schulzentrum und ein Aushängeschild des Schulverbands“ bleiben.

Am Ende der Sitzung kam Elisabeth Vogt (LMU, Ispringen) auf einen am Montag erschienenen Zeitungsartikel zu sprechen, in dem sich neben den Elternvertretern auch die Schülersprecher sowohl vom Lise-Meitner-Gymnasium als auch von der Willy-Brandt-Realschule zu Wort gemeldet hatten. „Wir schätzen das sehr, wenn sie sich so für ihre Schule engagieren“, sagte Vogt und bat die beiden anwesenden Schulleiter Hartmut Westje-Bachmann und Dieter König, ihnen Grüße auszurichten.

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