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Wechsel in mehreren Rathäusern

Drei Bewerber für Bürgermeisterwahl in Mönsheim stellen sich dem Publikum vor

In einigen Gemeinden im Enzkreis wird in diesem Jahr ein neuer Bürgermeister gewählt. In Neuenbürg, Kämpfelbach und Ölbronn-Dürrn treten die Amtsinhaber nicht mehr an. Auch in Mönsheim gibt es einen Wechsel. Hier wollen drei Kandidaten bei der Wahl am 22. Mai Nachfolger von Thomas Fritsch werden.

Wollen Nachfolger von Thomas Fritsch werden: Christoph Friedrich (von links), Michael Maurer und Paul Czerkies sind die Kandidaten der Bürgermeisterwahl in Mönsheim. Ein eindeutiger Favorit hat sich bei der Vorstellungsrunde in der Festhalle nicht herauskristallisiert. Foto: Herbert Ehmann

Christoph Friedrich, Michael Maurer und Paul Czerkies heißen die drei Bewerber, die sich am Donnerstagabend in der vollen Festhalle vorgestellt haben. Bürgermeister Thomas Fritsch, der noch bis 18. August im Amt ist, begrüßte auch die „Zuschauer draußen am Bildschirm“, da die Veranstaltung im Internet gestreamt werden konnte.

Als erstes stellte sich Paul Czerkies aus Pforzheim den Zuschauern vor. Der gelernte Kaufmann und Beamter der Bundesfinanzverwaltung in Stuttgart sieht sich durch seine 20-jährige Berufserfahrung für die Leitung der Gemeindeverwaltung gerüstet. Begeistert zeigte sich der 39-Jährige vom sozialen und bürgerschaflichen Engagement in Mönsheim.

Als Impfkoordinator habe er festgestellt, dass er Freude am Organisieren, Netzwerken und Managen habe, sagte Czerkies, der Teamleiter des mobilen Impfteams des Landratsamts in Mönsheim war.

Funktionierende Dorfgemeinschaft gelobt

Charakteristisch für die Gemeinde sei die funktionierende Dorfgemeinschaft, daher müsse das Motto „miteinander und nicht gegeneinander“ sein, betonte Czerkies, der zwar CDU-Mitglied ist, bei der Wahl aber – wie die beiden anderen Kandidaten auch – parteilos antritt.

Schwerpunkte will er nicht nur bei der Verkehrsberuhigung in der Gemeinde setzen, sondern vor allem im Bereich Kinder und Familie. Investitionen in die Bildung der Kinder zahlten sich langfristig aus, sagte Czerkies und erhielt Applaus.

Auch einen Jugendtreff, bedarfsgerechte Kinderbetreuung, moderne Wohnformen für Senioren und den Ausbau von Pflegeangeboten und wohnortnaher Versorgung kann sich der Pforzheimer in Mönsheim vorstellen. Was die Integration von Flüchtlingen angehe, so sieht sich Czerkies durch seine Wurzeln in Oberschlesien als „geborener Experte“.

Mönsheimer sehnen sich nach Kommunikation

„Als Thomas Fritsch seinen ersten Tag als Bürgermeister hatte, habe ich noch in die Windeln gepieselt“, scherzte Michael Maurer, der mit 25 Jahren Jüngste in der Bewerber-Runde. Seit Februar sei er in der Gemeinde unterwegs, spreche mit den Einwohnern und sammle deren Wünsche. Eines sei klar geworden: „Sie sehnen sich nach Kommunikation“, stellte Maurer fest.

Mit einem regelmäßigen Bürgertreff oder einem Empfang in der Alten Kelter oder der Festhalle wolle er diesen Wunsch erfüllen. Mit seinem „Masterplan Mönsheim 2040“ wolle er ausloten, wie sich die Gemeinde weiterentwickeln kann. Die Kommune müsse schauen, wo sie bezahlbaren Wohnraum und neue Bauplätze schaffen und wie innerörtliche Lücken geschlossen werden könnten.

Die größte städtebauliche Herausforderung der kommenden Jahre sieht der Stuttgarter in der Nutzung des Binder-Areals. Aber auch bei der Digitalisierung dürfe Mönsheim „noch einen Zahn zulegen“, meinte Maurer, der im Bezirksamt Stuttgart-Feuerbach verantwortlich ist für Standesamt, Bürgerservice, Haushalt und Informations- und Kommunikationstechnik.

Businessbrunch und bei der Digitalisierung „Zahn zulegen“

Einen offenen Dialog will der 25-Jährige führen zum Kinderbildungszentrum und einmal im Jahr Gewerbetreibende zum „Business Brunch“ einladen. Im Schulterschluss mit anderen Heckengäu-Gemeinden müsse auch der Durchgangsverkehr in Mönsheim entspannt werden – etwa durch mehr Radwege, Elektromobiliät und ÖPNV, so Maurer, der Mitglied der Jungen Union ist.

Impulse setzen, mitgestalten und nah bei den Menschen sein – das will der dritte im Bunde, Christoph Friedrich aus Wimsheim. Mit dem Slogan „Von hier für hier“ betont er in seinem Wahlflyer die räumliche Verbundenheit. Er habe in Mönsheim Einblicke in Betriebe und Vereine erhalten. Das habe ihm bestätigt, dass er hier Bürgermeister werden wolle. Handlungsbedarf sieht der 32-Jährige unter anderem bei der Digitlalisierung, beim Hochwasserschutz und auch bei der Verkehrsbelastung im Ort.

Perspektiven schaffen will das SPD-Mitglied auch beim Konzept zur Energiewende, beim Umbau der Feuerwehr, Nahversorgung, Kindergartenausbau und der Vereinsförderung. Wohnraum sei ein „schwieriges Thema“, so Friedrich, der auf innerörtliche Nachverdichtung setzt.

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