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Vorbereitungen laufen

Impfzentrum in Mönsheim soll am 15. Januar startklar sein

Mönsheim wird als vom Enzkreis betreutes Impfzentrum am 15. Januar seinen Betrieb aufnehmen. Das gab Landrat Bastian Rosenau am Montag bei einem Vorort-Termin bekannt. 750 Menschen sollen dort pro Tag geimpft werden.

Die Task Force des Enzkreis steckt in den letzten Vorbereitungen. Von links: Nicola Buhlinger- Göpfarth, Bastian Rosenau, Daniel Sailer, Margit Stähle, Carsten Sorg und Miriam Mayer Foto: Stefan Friedrich

Knapp 80 Mitarbeiter in Vollzeit und weitere Helfer in Teilzeit werden sich dann in der Appenberg-Sporthalle um den reibungslosen Ablauf kümmern.

Noch sieht die Halle ziemlich leer aus. Und doch ist der erste Schritt längst getan: über dem eigentlichen Hallenboden wurde in den vergangenen Tagen ein weiterer Boden eingezogen und auch der benötigte Server wurde am Montag bereits geliefert. Für die Mitarbeiter des Landratsamt Enzkreis gibt es in diesen Tagen also viel zu tun.

Was die Behörde schon in den letzten Monaten geleistet hat – und das ohne zusätzliches Personal – das sei ohnehin schon „großartig“ gewesen, lobte Landrat Bastian Rosenau nicht nur seine Mitarbeiter. Auch der Gemeinde Mönsheim sei er dankbar, dass sie sich sehr schnell gemeldet habe, als es darum ging, „innerhalb kürzester Zeit Standorte zu finden.“

Gemeinderat nicht informiert

Weil dabei alles „Schlag auf Schlag“ gehen musste, blieb nicht einmal mehr Zeit, den Gemeinderat zu informieren oder in eine örtliche Diskussion einzusteigen. In Mönsheim ist man sich der großen Aufgabe dennoch bewusst. „Wir tragen gerne dazu bei, dass die Pandemie eingedämmt wird“, versicherte die stellvertretende Bürgermeistern Margit Stähle.

Im Moment laufen alle Vorbereitungen auf Hochtouren, damit am 15. Januar tatsächlich mit dem Impfen in der Sporthalle begonnen werden kann, die für diesen Anlass mit einer Bushaltestelle an das ÖPNV-Netz angeschlossen werden soll. 150 Ärzte haben sich im Stadtkreis Pforzheim – dort gibt es ein zweites Impfzentrum in der St.Maur-Halle – und im Enzkreis zudem schon gemeldet, weil sie bei der Impfung helfen wollen.

Ärzte aus dem Ruhestand

Das alles zu koordinieren, wird nicht zuletzt eine organisatorische Herausforderung, weiß Miriam Mayer, Leiterin des Amts für Technische Dienste. Einige Ärzte kommen für diese Aufgabe zwar aus dem Ruhestand zurück, andere aber sind niedergelassen und führen eine ganz normale Praxis. Sie werden vor allem am Wochenende eingesetzt, so Mayer. Das Impfzentrum soll schließlich an sieben Tagen geöffnet sein, jeweils von 7 bis 21 Uhr.

Pro Tag ist vorgesehen, nach Inbetriebnahme in Mönsheim 750 Menschen zu impfen. Die Halle mit ihrer Grundfläche von 1.560 Metern gebe das her, versichert Mayer. Zugleich können sämtliche Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

Sechs Impfstraßen stehen dabei zur Verfügung; eine siebte wird als Backup genutzt, falls an einer anderen etwas nicht funktionieren sollte. Im Zwei-Schichten-System werden dann laut Dezernent Daniel Sailer, zuständig für die Koordination Kreisimpfzentrum, jeweils 50 bis 60 Mitarbeiter - Sicherheitsdienst und Putzkräfte inklusive - dafür sorgen, das alles rund läuft. Zudem ist dem Impfzentrum in Mönsheim ein mobiles Impfteam zugeordnet, das Personen in Alten- und Pflegeheimen besuchen wird, die gesundheitlich nicht mehr in der Lage sind, selbst in das Impfzentrum zu kommen.

Anmeldung über eine Telefon-Hotline

Detaillierte Informationen, unter anderem zu Anfahrt, Impfaufklärung oder Terminfindung werden momentan zusammengestellt und zeitnah auf der Webseite des Landratsamts veröffentlicht. Die Anmeldung wird telefonisch über eine Service-Hotline erfolgen. Jeder Bürger darf sich dabei selbst aussuchen, in welchem Zentrum er geimpft werden möchte. Vor allem aus den benachbarten Landkreisen erwartet der Enzkreis deshalb auch zahlreiche Besucher.

In den nächsten Tagen wird daher daran gearbeitet, die Infrastruktur in der Halle aufzubauen. Nächste Woche beispielsweise werden alle Leitungen verlegt: Strom, Telefon oder W-LAN.

Im Moment ist die Zuversicht dabei groß, dass es pünktlich losgehen kann, sofern die Impfstoffe – dafür ist dann das Land zuständig – an diesem Tag auch verfügbar und verteilt sind. „Unser Part ist bis dahin fertig“, ist Landrat Rosenau überzeugt. „Für alles andere übernehmen wir keine Verantwortung.“

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