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Kosten trägt der Bund

Startschuss ist gefallen: Bahnhofsgebäude Mühlacker wird für 240.000 Euro saniert

Vor dem Bahnhofsgebäude in Mühlacker steht seit Kurzem ein Gerüst. Der Bahnhof wird mit Bundesmitteln saniert. Noch bis November laufen die Bauarbeiten, von denen Reisende nicht beeinträchtigt werden sollen.

In Mühlacker wird voraussichtlich noch bis Ende November das Bahnhofsgebäude saniert. Die Bahn investiert dafür 240.000 Euro. Foto: Stefan Friedrich

Bahnreisende, die Mühlacker passieren, haben es sicherlich längst bemerkt. Und auch Fußgängern und Autofahrern, die derzeit die Bahnhofstraße passieren, wird es nicht entgangen sein: Seit einigen Tagen ist das Bahnhofsgebäude in Mühlacker durch ein Gerüst verdeckt und sieht damit fast ein bisschen so aus, wie der verhüllte Arc de Triomphe in Paris.

Hintergrund ist in diesem Fall aber keine Kunstaktion, sondern ein Sanierungsprogramm, das mit Bundesmitteln finanziert wird. Die Arbeiten am Gebäude laufen bereits und man komme insgesamt gut voran, so eine Sprecherin der Bahn auf Anfrage unserer Redaktion.

240.000 Euro investiert die Bahn in den örtlichen Bahnhof. So hoch sind jedenfalls die nach derzeitigem Stand zu erwartenden Kosten. Bei laufendem Betrieb werde die denkmalgeschützte Sandsteinfassade „umfassend saniert und erneuert“, teilt die Sprecherin mit.

Bauarbeiten am Bahnhof Mühlacker ohne Folgen für Bahnreisende

Grundlage sei ein Modernisierungsprogramm, das auch als „Handwerkerprogramm“ klassifiziert worden ist. „Dabei werden auch einige Fenster und Türen sowie die Dachentwässerung erneuert.“ Bahnreisende werden von den Arbeiten übrigens nicht beeinträchtigt: alle Zugänge zu den Gleisen sind weiterhin offen und nutzbar.

Daran wird sich auch in den kommenden Wochen nichts ändern, versichert die Bahn. Zugleich fänden die Arbeiten „in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde statt“. Den anvisierten Zeitraum – das Bauprojekt soll bis Ende November abgeschlossen sein – wird man wohl halten können.

Grünen-Landtagsabgeordnete fordert P+R-Parkplatz in der Nähe des Bahnhofs

Für die Grünen-Landtagsabgeordnete des Enzkreis, Stefanie Seemann, ist die Sanierung eine gute Sache: „Ich freue mich sehr, dass der Bahnhof meiner Heimatstadt eine Frischekur bekommt“, betont sie in einer Pressemitteilung. Mit der Sanierungsmaßnahme alleine sei es aus ihrer Sicht allerdings nicht getan.

Die Parkplätze würden es Pendlern einfacher machen, vom Auto in die Bahn umzusteigen.
Stefanie Seemann, Grünen-Landtagsabgeordnete

Es brauche auch einen neuen „Park-and-Ride“-Parkplatz in direkter Nähe zum Bahnhof, fordert sie und ist sich sicher: „Die Parkplätze würden es Pendlerinnen und Pendlern einfacher machen, vom Auto in die Bahn umzusteigen, um ihre Arbeitsplätze möglichst schnell und umweltfreundlich zu erreichen.“

Gespräche mit der Bahn hat sie diesbezüglich bereits geführt, bislang jedoch noch ohne Erfolg: Die Bahn habe darauf verwiesen, dass man die entsprechende Fläche nicht zur Verfügung stellen könne, da es ansonsten in rund 50 Kilometern Umkreis keine alternativen Abstellflächen im Besitz der Bahn mehr gebe. Deshalb, regt Seemann gegenüber unserer Redaktion an, sollten nochmal beide Seiten gemeinsam überlegen, ob nicht doch eine alternative Fläche gefunden werden könne.

Deutsche Bahn investiert bundesweit in Stationen

Mit dem Sofortprogramm, von dem derzeit auch Mühlacker profitiert, investiert die Deutsche Bahn bundesweit sowohl in kleine, als auch mittlere und größere Stationen. Im Ergebnis sollen über zehn Millionen Reisende davon profitieren können, verspricht das Unternehmen. Ziel der Maßnahmen seien „bessere Kundeninformation und energiesparende Beleuchtung“, so die Bahnsprecherin.

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