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Wohl Geschäftsbeziehung als Tatmotiv

Mordprozess um Toten in Mühlacker-Enzberg beginnt am 15. September

Ein Mann und eine Frau sollen im Dezember einen 51-Jährigen in Enzberg getötet haben. Dafür müssen sie sich vor Gericht verantworten. Am 15. September beginnt der Prozess vor dem Landgericht in Karlsruhe.

Schneller Ermittlungserfolg: Eine Woche, nachdem der vermisste 51-Jährige tot im Kofferraum eines Autos aufgefunden worden war, kam die Polizei einem Mann und einer Frau auf die Spur, die für den Tod des Dürrmenzers verantwortlich sein sollen. Foto: Waldemar Gress

Zunächst war der Mann aus Mühlacker-Dürrmenz als vermisst gemeldet, dann wurde der 51-Jährige am 9. Dezember 2020 tot im Kofferraum eines Autos in der Nähe der Sportplätze in Enzberg aufgefunden.

Die Ermittlungen der Soko „Wald“ brachte die Polizei schnell auf die Spur eines 43-jährigen Mannes und einer 48-jährigen Frau. Am 17. Dezember durchsuchten Kriminalbeamte die Wohn- und Geschäftsräume der beiden und nahmen sie anschließend fest.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Pforzheim wurden die dringend Tatverdächtigen dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Pforzheim vorgeführt, der die Haftbefehle beim Schwurgericht in Karlsruhe wegen gemeinschaftlichen Mordes ausstellte. Das Duo befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Die Pforzheimer Staatsanwaltschaft führt den Tod des Opfers auf stumpfe Gewalteinwirkung zurück und vermutet das Tatmotiv in der Geschäftsbeziehung des Opfers und der beiden Tatverdächtigen. Auch die Obduktion deute darauf hin, dass es sich um ein Gewaltverbrechen handele, so die Polizei.

Obduktion weist auf Gewaltverbrechen in Mühlacker hin

Der 51-Jährige war am 7. Dezember als vermisst gemeldet worden. Bei der Suche waren auch Hubschrauber und Suchhunde im Einsatz.

Zwei Tage später wurde sein Auto in der Nähe der Kanalstraße gefunden – mit dem Toten im Kofferraum. Danach weiteten die Ermittler ihre Suche auf ganz Enzberg aus.

Der Prozess vor der Schwurgerichtskammer am Landgericht Karlsruhe beginnt am 15. September und 9 Uhr. Beim Auftakttermin sollen fünf Zeugen aussagen.

Vorsitzender Richter ist Fernando Sanchez-Hermosilla. Angesetzt sind bis 13. Oktober sechs weitere Termine.

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