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Leerstand in Mühlacker

Mühlackers neuer Citymanager hat viel vor

Steffen Roller hat den Weihnachtsmarkt in Mühlacker mitorganisiert. Er will vor allem gegen den Leerstand in der Innenstadt vorgehen und hat dazu schon Ideen.

 Menschen an einem Wurststand
Der Mühlacker Weihnachtsmarkt ist das zweite Event, das der neue Citymanager Steffen Roller mitorganisiert hat. Ab Januar steigt er voll ein und will mit kreativen Ideen wie Pop-Up-Stores bei der Käuferschaft punkten. Foto: Jochen Göbel

Zufrieden blickt der neue Citymanager Steffen Roller auf die Resonanz seiner ersten großen Veranstaltungen in Mühlacker. Seit Anfang Oktober weilt Roller nun im Amt und nach dem Martinimarkt war der Weihnachtsmarkt Anfang Dezember das zweite Event, das er mitorganisiert hat. „Seit Oktober bin ich zu 50 Prozent im Amt, ab Januar geht es dann zu 100 Prozent los“, freut sich Roller auf die bevorstehenden Aufgaben.

Einige Insolvenzen bekannter Mühlackerer Unternehmen und der auffällige Leerstand von Gewerbeflächen entlang der Bahnhofstraße haben in den vergangenen Wochen für Diskussionen innerhalb der Bürgerschaft gesorgt – in Internetdebatten und in direkten Gesprächen (die BNN berichteten).

Roller kann manches an Kritik verstehen. Im Gespräch mit den BNN betont der Citymanager, dass der Verkehr in der Bahnhofstraße eine Herausforderung darstelle und man hier zusammen mit der Stadtverwaltung dran sei, die Situation zu optimieren. Parkplätze gibt es laut Roller genug: „Die Einkaufsmeile in Mühlacker bietet im Vergleich zu anderen Innenstädten den Vorteil, dass Kunden direkt vor den Geschäften parken können. Das sorgt für kurze Fußwege und erhöht den Komfort beim Einkauf“, meint der Citymanager.

Parkplätze gibt es in Mühlacker genug, für die meisten fällt eine Gebühr an

Beim Schlendern durch die Bahnhofstraße fällt auf, dass dies stimmt, meistens fällt jedoch eine Gebühr fürs Parken an.

Oberbürgermeister Frank Schneider (FDP) sieht viel Potenzial in ganz Mühlacker, das es zu heben gelte, und ist mit der bisherigen Arbeit Rollers zufrieden: „Unser Martinimarkt mit einer Rekordbeteiligung, der erstmals vom neuen Citymanager mit einer digitalen Karte begleitet wurde, lief super. Auch die Mühlacker-Card ist eine Erfolgsgeschichte und auch der Weihnachtsmarkt hat wieder viele Besucher in die Stadt gelockt“, so der OB.

Es gebe aber auch neue Ideen, wie Pop-Up-Räumlichkeiten, die interessierten Gründern und etablierten Geschäften im kommenden Jahr einen mietfreien Raum bieten sollen, um neue Geschäftsideen auszuprobieren.

Ins selbe Horn stößt Roller, der bekräftigt, dass „Mühlacker durch individuelle, mit Herz und Engagement geführte Läden hervorsticht“. Mit den Pop-Up-Räumen plane man, das Angebot unterschiedlicher zu gestalten und neue Impulse zu setzen. „Dies wird dazu beitragen, die Attraktivität und Vielfalt des Einkaufsangebots weiter zu steigern“, meint er.

Roller will in Mühlacker neue Einkaufsstraße schaffen

Es gehe jetzt vor allem auch darum, sich anzupassen und den derzeitigen Wandel als Chance zu nutzen, um eine neue Art der Einkaufsstraße zu schaffen – einen Ort zum Wohlfühlen, Flanieren, Austauschen und Einkaufen.

Aus Gesprächen dieser Redaktion mit örtlichen Geschäftsinhabern geht hervor, dass sie vieles besser finden, als das manche aus Mühlacker so sähen, allerdings hoffe man, dass die Vielfalt erhalten bleibe beziehungsweise weiter ausgebaut werde. Genauso sehen das auch die meisten Kunden der Bahnhofstraße im persönlichen Gespräch. Vielleicht müsse aber noch mehr für die jüngere Kundschaft vor Ort geboten werden, heißt es.

Der OB und der Citymanager wollen hier ansetzen. Mühlacker solle sich zukünftig als eine junge und moderne Stadt etablieren, in der Lebensqualität und wirtschaftliches Wachstum Hand in Hand gehen.

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