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Neues Zeitalter in der Fleischindustrie

Müller-Fleisch ohne Werkvertragsarbeiter: Neue alte Kräfte am Band in Birkenfeld

Neue Firmenkultur bei Müller-Fleisch in Birkenfeld: Seit dem 1. Januar stellte das Unternehmen massenhaft Männer und Frauen ein. Das sind die zählbaren Auswirkungen des neuen Arbeitsschutz-Kontrollgesetzes. Er verändert nicht nur die Arbeitsbeziehungen.

Fleischindustrie im Wandel: Während bei Müller-Fleisch der Bau des neuen Tiefkühl-Hochregallagers wächst, müssen sich mehrere Hundert ehemalige Mitarbeiter von Werkvertragsfirmen mit der neuen Direktanstellung zurecht finden. Foto: Björn Fix

Schlachten und zerlegen für Müller-Fleisch in Birkenfeld war gestern. Jetzt haben die Fremdfirmen, die als Werksvertragsnehmer fürs Festmenü an Weihnachten noch Rinderbäckchen und fürs Silvesterfondue Filetfleisch auf den Weg schickten, neue Aufgaben. Subunternehmer sind nicht mehr zulässig, seit am 1. Januar ein neues Arbeitsschutz-Kontrollgesetz gilt.

Rund 800 Frauen und Männer am Stammsitz von Müller-Fleisch sind von dem Wandel betroffen. Sie bekamen zum 1. Januar neue Arbeitsverträge oder gingen, haben jetzt neue Vermieter oder zumindest neue Mietkonditionen und einen neuen Eindruck vom Unterschied zwischen Brutto- und Netto-Einkommen.

Idealerweise sollte mit dem am 22. Dezember verabschiedeten Arbeitsschutz-Kontrollgesetz alles besser werden für die größtenteils aus Osteuropa stammenden Kräfte. Ob dies Arbeitsminister Huberts Heil und dem Bundestag gelungen ist? Gewerkschafter, Brancheninsider und andere, die nah dran sind, zögern bei der Antwort auf diese Frage. Kontrollen gibt es noch nicht, da die Ausführungsbestimmungen bislang fehlen.

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