Skip to main content

Bürgermeisterwahl in Neuenbürg

Stadtrat von Neuenbürg legt das Verfahren für die Bürgermeisterwahl fest

Wer wird neuer Bürgermeister von Neuenbürg? Das ist noch offen. Die Frage, wie und wo sich die Kandidaten den Wählerinnen und Wählern vorstellen, ist aber inzwischen geklärt. Wir fassen das Wichtigste zusammen.

Rathaus an der Marktstraße in Neuenbürg
Am 31. Juli wird gewählt: Wer wird künftig als Stadtoberhaupt in das schmucke Rathaus an der Marktstraße in Neuenbürg einziehen? Bisher liegen drei Bewerbungen vor. Foto: Gustl Weber

Die Entscheidung rückt näher. Am 31. Juli soll ein neuer Bürgermeister für Neuenbürg gewählt werden. Sollte beim ersten Wahlgang niemand die absolute Mehrheit erhalten, ist für den 21. August eine erneute Wahl terminiert.

Dann reicht die einfache Mehrheit, um Ortsoberhaupt der insgesamt rund 9.000 Einwohner im Städtchen an der Enz und den Stadtteilen Arnbach, Waldrennach und Dennach zu werden.

Bisher haben drei Bewerber ihre Unterlagen abgegeben. Die Bewerbungsfrist endet am 4. Juli um 18 Uhr. Die Amtszeit des amtierenden Schultes Horst Martin (parteilos), der nicht mehr kandidiert, endet am 19. Oktober.

Kandidaten sollen sich in allen Stadtteilen vorstellen

Für das weitere Vorgehen beschloss der Stadtrat nunmehr in öffentlicher Sitzung, wie bereits bei den zurückliegenden Bürgermeisterwahlen 2006 und 2014, die Kandidatenvorstellungen in allen Stadtteilen, und zwar an vier aufeinanderfolgenden Tagen zu terminieren.

So am 11. Juli in der Stadthalle der Kernstadt, am 12. Juli in Arnbach, Arnbachhalle, am 13. Juli, in Dennach, Schwabentorhalle und am 14. Juli in Waldrennach, Eichwaldhalle. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr. Dann können sich die Bewerber oder Bewerberinnen in der Reihenfolge nach Eingang ihrer Bewerbungen jeweils 15 Minuten vorstellen.

Diskussion um Live-Stream

Nach der Vorstellungsrunde haben die Bürgerinnen und Bürger nach Ratsbeschluss die Möglichkeit, zwei Fragen zu stellen. Die Verwaltung hatte zunächst drei Fragen in ihrer Vorlage vorgeschlagen.

Gerade für viele jüngeren Wähler wäre dies ein zeitgerechtes Angebot.
Frank Wendelstorf, Ortsvorsteher Waldrennach

Kontrovers diskutiert wurde bei der Sitzung zunächst die Frage eines Live-Stream-Angebots aus den vier Veranstaltungen. „Gerade für viele jüngeren Wähler wäre dies ein zeitgerechtes Angebot“, meinte Waldrennachs Ortsvorsteher Frank Wendelstorf.

Schließlich einigte man sich als weiteren Vorschlag jedoch auf eine Video-Aufzeichnung – allerdings nur von der ersten Vorstellungsrunde in der Stadthalle. Diese ist dann im Internet der Stadt von jedermann abrufbar.

Amtsinhaber tritt nicht erneut an

Von einem Paukenschlag wollten Insider Ende Januar dieses Jahres nicht reden, als der 54-jährige Amtsinhaber Horst Martin auf eine erneute Kandidatur offiziell verzichtete. Am 1. Mai feierte er sein 20. Jahr als Bürgermeister. 16 Jahre trug er in Neuenbürg und zuvor viereinhalb Jahre in Hergatz im Allgäu die Verantwortung des Rathauschefs.

Unter diesen Gegebenheiten habe ich mich entschlossen, für keine dritte Amtszeit zu kandidieren.
Horst Martin, Bürgermeister von Neuenbürg

Um allen Aufgaben gerecht zu werden, brauche es viel Herzblut. Dabei sei allerdings seine Gesundheit einigermaßen strapaziert worden, nicht zuletzt in der Pandemiephase. „Unter diesen Gegebenheiten habe ich mich entschlossen, für keine dritte Amtszeit zu kandidieren“, sagte Martin im Januar.

Als erster Kandidat hatte der 48-jährige Arnbacher Jochen Schmidt, Polizeibeamter im gehobenen Dienst, seine Bewerbung für das Amt des künftigen Neuenbürger Bürgermeisters abgegeben.

Ebenfalls Bürgermeister werden möchte der 34-jährige Diplom-Verwaltungswirt Fabian Bader. Er ist seit acht Jahren Hauptamtsleiter in Neuenbürg, war davor stellvertretender Amtsleiter bei der Gemeinde Marxzell.

Als dritter Bewerber hat Markus Härlin aus Auerbach, 27 Jahre alt und Landesbeamter, seine Unterlagen abgegeben.

nach oben Zurück zum Seitenanfang