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15.000 Euro teure Maßnahme

An der Bushaltestelle an der Tullastraße in Remchingen stehen Wartende nicht länger im Regen

Die Stadt Remchingen hat an der Bushaltestelle an der Tullastraße im Ortsteil Nöttingen ein Wartehäuschen bauen lassen. Weitere Projekte zur Stärkung des Nahverkehrs sind geplant.

Beim Warten auf den Bus nicht länger im Regen stehen müssen Erika Bäder (von rechts), Katharina Casper und Santo Sapuppo wegen der Initiative von Gemeinderat Felix Casper (Dritter von links) und Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon (links). An der Tullastraße in Nöttingen ist ein Buswartehäuschen entstanden. Foto: Julian Zachmann

Für die zehnjährige Schülerin Katharina Casper ist es bei schlechtem Wetter der Weg von Nöttingen Richtung Singen zum Gymnasium, für den 20-jährigen Santo Sapuppo die tägliche Fahrt in die entgegengesetzte Richtung zu seiner Arbeit bei der Gießerei Casper im Nöttinger Industriegebiet.

Und für die 89-jährige Anwohnerin Erika Bäder die Tour zum Einkaufen oder für einen gelegentlichen Ausflug, die alle drei immer wieder an der Bushaltestelle an der Nöttinger Tullastraße aufeinandertreffen lässt.

Zahlreiche Bürger und Berufspendler nutzen den Bus bei Wind und Wetter, wie Gießereichef und CDU-Gemeinderat Felix Casper nicht nur von Tochter, Mitarbeiter und Nachbarin weiß: Um sie alle nicht länger im Regen stehen zu lassen, setzte er sich am Ratstisch für ein Buswartehäuschen ein und stellte gleichzeitig sein Privatgelände zur Verfügung.

So bin ich nach wie vor mobil und komme fast überall hin.
Erika Bäder, Seniorin aus Remchingen

Nun freut er sich mit Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon darüber, dass durch den gemeindeeigenen Bauhof für rund 15 000 Euro ein wetterfestes Wartehäuschen samt Sitzgelegenheiten entstanden ist.

„Jetzt müssen wir beim Warten nicht mehr länger im Regen stehen“, verdeutlichte Erika Bäder, die als rüstige Seniorin ihre Nahverkehrs-Monatskarte sehr zu schätzen weiß: „So bin ich nach wie vor mobil und komme fast überall hin – vor zwei Jahren sogar noch mit dem Bus bis nach Hamburg. Man muss doch die Gelegenheiten nutzen, so lange man noch kann.“

Corona hat Pläne für Bürgerbus in Remchingen ausgebremst

Es fehle nur noch der Bürgerbus, um auch diejenigen, die nicht so nahe an einer Bushaltestelle wohnen, anzubinden. Für einen ehrenamtlichen ergänzenden Kleinbusverkehr laufen seit Jahren engagierte Planungen in Remchingen.

Fahrplanentwürfe liegen auf dem Tisch: „Leider hat uns Corona auf dem Weg zur praktischen Umsetzung stark ausgebremst – aber wir sind nach wie vor dran“, erklärte nun Dieter Walch, Vorsitzender des Bürgerbusvereins, auf Nachfrage.

„Den öffentlichen Personen-Nahverkehr weiter attraktiv zu stärken ist das große Ziel von uns allen“, erinnerte Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon an landesweite Konzepte, die nicht nur zum Klima-, sondern auch zum Lärmschutz beitragen sollen.

„Mit solchen kleinen Bausteinen kommen wir nach und nach dem großen Ziel Verkehrswende ein Stück näher, auch wenn bis dahin noch konsequent viel getan und investiert werden muss“, erklärte Prayon. So müsse weiter auf eine gute Taktung und Entlastung gerade im Schülerverkehr geachtet werden.

Bahnhof Remchingen soll barrierefrei werden

Prayon freut sich neben neuen Zug-Schnellverbindungen zum Fahrplanwechsel Mitte Juni darüber, dass im Jahr 2024 die von der Gemeinde über lange Zeit vorangetriebene barrierefreie Umgestaltung des Bahnhofsgeländes endlich durchgeführt werden soll. Auch für den Radverkehr habe sich die Gemeinde auf ein Förderprogramm beworben.

Langfristig denke Prayon hier neben dem Gehweg entlang der Kreisstraße zwischen Wilferdingen und Singen besonders auch an die Kinzigstraße und eine Beleuchtung des Fuß- und Radwegs entlang des Wilferdinger Pfinzufers.

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