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Zuschauer noch zurückhaltend

Kulturhalle Remchingen: Diese Highlights sind im Herbst geplant

Remchingens Kulturamtsleiter ist zufrieden mit den letzten Wochen. Sein Blick richtet sich nach vorne: Die neue Saison steht bevor und am kommenden Montag öffnet das Kartenbüro.

„Himmlische Zeiten“ – hier ein Szenenbild während der Uraufführungsproben in Stuttgart – kommen im Oktober auf die Besucher der Kulturhalle in Remchingen zu. Foto: Martin Sigmund / Konzertdirektion Landgraf

Die Kulturhalle Remchingen gilt mit ihrem abwechslungsreichen Angebot und vielen renommierten Künstlern in der Region als Kulturleuchtturm zwischen Pforzheim und Karlsruhe. Trotzdem waren die Veranstaltungen seit dem Neustart nicht ganz so gut besucht, wie sie es aus Sicht von Kulturamtsleiter Paul Taube verdient gehabt hätten. „Das Publikum war und ist noch sehr zurückhaltend“, zieht er auf Anfrage unserer Redaktion eine erste Bilanz nach den Veranstaltungen im Frühsommer.

Trotzdem sei das Team froh gewesen, „nach sieben langen Monaten Betriebsschließung spielen zu dürfen“, Künstler wie Besucher seien „sehr dankbar über unser Kulturangebot“ gewesen, versichert Taube. Was ihn dabei erstaunt hat: Auch wenn alle Events Machern wie Gästen Spaß gemacht hätten, waren die Veranstaltungen mit regionalen Künstlern doch deutlich besser besucht als jene mit großen Namen als Zugpferd.

Zugleich habe das Publikum aber auch goutiert, dass es gelungen ist, sowohl internationale wie auch nationale Stars nach Remchingen zu holen. „Das wurde schon wahrgenommen“, bestätigt der Kulturamtsleiter. Mitunter haben Besucher trotzdem darauf geachtet, wo die jeweilige Veranstaltung stattfand: drinnen in der Halle oder draußen im Freien. Einzelnen Besuchern sei es dabei auch wichtig gewesen, ob sie eventuell auch ihre Karten zurückgeben können.

Kartenbüro der Kulturhalle Remchingen öffnet am Montag

Der Blick richtet sich nun bereits nach vorne. Quasi mit dem Ende der Sommerferien beginnt die neue Saison. Am kommenden Montag öffnet das Kartenbüro wieder. Für alle Events gibt es daher auch noch genügend Karten im freien Verkauf. Kulturfreunde dürfen sich im Herbst auf „beste Unterhaltung und ein vielfältiges Programm“ freuen, kündigt Taube an. „Ich selbst freue mich am meisten auf die Queen Tribute Show im Oktober.“

Ohnehin werde es immer ein Schwerpunkt seines Programms sein, Live-Musik mit guten Cover-Bands anzubieten, versichert Taube. „Manche Musik ist zu gut, um sie nur noch auf Platten zu hören“, betont der Kulturamtsleiter. Aber auch Liebhaber von Konzerten, Kleinkunst und Theater sollen auf ihre Kosten kommen. Am 20. September beispielsweise gastieren „Hannes und der Bürgermeister“ zusammen mit „Herrn Stumpfes Zieh & Zupf Kapelle“ in der Kulturhalle.

Musikkabarett ist mit Annette Kruhl am 25. September angesagt, wenn sie sich in ihrem neuesten Programm mit „Männern, die aufs Handy starren“, befasst. Zudem kommen im Oktober „Himmlische Zeiten“ in Form einer Revue auf die Besucher zu. Weitere Höhepunkte sind die Inszenierung der Oper „La Traviata“ von Guiseppe Verdi, das Gastspiel von Johann König oder eine spektakuläre Ein-Mann-Show jenseits der Schwerkraft im kommenden Frühjahr.

3G- oder 2G-Modell für die Kultur?

Mit welchen Konzepten in der Saison 2021/22 gearbeitet werden kann – ob also beispielsweise die 3G-Regel noch greift oder schon 2G gilt – lässt sich aus heutiger Sicht nur schwer beantworten. „Das ist eine schwierige Frage“, räumt Taube ein und gibt zu bedenken: „Die Landesregierung hat uns mitten in der Urlaubszeit mit einer erneuten Kehrtwende überrascht.“ Er selbst sehe noch nicht so richtig, wo die Reise am Ende hingehen solle und vor allem, ob dann auch das Publikum mitmacht.

Noch etwas kommt hinzu: „Wenn Tests ab Oktober kostenpflichtig sind, haben wir de facto ein 2G-Modell für die Kultur“, mahnt er. „Obwohl Kultur für alle da sein sollte, hieße das, dass nur noch circa 70 Prozent der Bevölkerung zu uns kommen können.“ Ob davon abgesehen Sitzen ohne vorgegebene Abstände in Innenräumen eine gute Idee ist und von den Besuchern angenommen wird, auch das müsse sich erst zeigen. „Wir werden, wo es geht, weiter Abstände anbieten“, kündigt Taube deshalb an.

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