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Obstbaum-Pilz auf dem Vormarsch

Schwarzer Rindenbrand bedroht Streuobstwiesen im Enzkreis: Forscher hoffen auf Hilfe aus der Bevölkerung

Der sogenannte Schwarze Rindenbrand könnte auf Streuobstwiesen in den kommenden Jahren große Schäden anrichten. Forscher zählen zur Eindämmung des Pilzes auf Rückmeldungen aus der Bevölkerung.

Die LTZ-Forscher Julia Zugschwerdt (von rechts) und Jan Hinrichs-Berger raten ebenso wie Nele Kemper vom Karlsruher Liegenschaftsamt zeigen einen Stamm, der stark vom Schwarzen Rindenbrand befallen ist. Foto: Zachmann

Als ob lange Trockenperioden, Hitze, aber auch Hagel, Frostrisse, Wildverbiss, unzureichende Schnittmaßnahmen und in deren Folge Verletzungen die Streuobstbäume in der Region nicht schon genug schwächen würden: All diese Stressfaktoren sind obendrauf ideale Eintrittspforten für den Schwarzen Rindenbrand – ein Pilz, der auf Streuobstwiesen in den kommenden Jahren große Schäden anrichten könnte.

Julia Zugschwerdt und Jan Hinrichs-Berger vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg befürchten: „Viele haben den Rindenbrand noch nicht direkt auf dem Schirm, weil die Schäden nicht gleich sichtbar sind, aber er ist auf dem Vormarsch und wird sich im Zuge des Klimawandels vor allem an Apfelbäumen ausbreiten.“

Der promovierte Pilzforscher und die Agrarwissenschaftlerin nehmen die Pilzgattung Diploida, die nach dem Hitzesommer 2003 erstmals Spuren hinterließ und sich durch schwarze Stellen am Stamm oder den Leitästen, abplatzende Rinde und eine Unterbrechung des Wasser- und Nährstoffflusses bemerkbar macht, nun ganz genau unter die Lupe.

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