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Rabenkrähen attackieren Vogel in Not

Feuerwehr hilft Bussard in Straubenhardt

Zu einem besonderen Einsatz ist die Feuerwehr Neuenbürg am späten Montagnachmittag gerufen worden. Sie half in Straubenhardt einem gefangenen Bussard mit einer Drehleiter, der auch noch von Rabenkrähen attackiert wurde.

Dicht dran und doch nicht ganz erreicht: Der Korb der Drehleiter wurde so weit wie möglich ausgefahren. Foto: Winnie Gegenheimer

Eine Spaziergängerin hatte im Wald zwischen den Straubenhardter Ortsteilen Ottenhausen und Schwann, unweit der L339, einen hoch in einer Baumkrone festhängenden Raubvogel beobachtet. Zusätzlich zu seiner misslichen Lage wurde er noch von Rabenkrähen attackiert.

Die Frau informierte umgehend Revierförster Michael Bruder, der vor Ort feststellte, dass der Bussard sich wohl tatsächlich in ein Stück Leine oder ummantelte Schnur verfangen hatte, welches sich dann am Ast festgezogen hatte.

„Er flatterte immer wieder auf und versuchte sich zu befreien“, schilderte der Förster, „zwischendurch hing er auch einmal mit dem Kopf nach unten. Offensichtlich war, dass er nicht los kam.“

Auch Wildvogelexpertin aus Keltern ist in Straubenhardt im Einsatz

Also informierte er Feuerwehrkommandant Martin Irion, der seinen Neuenbürger Kollegen Manfred Wankmüller zur Begutachtung hinzuzog. Gemeinsam überlegten die Experten, inwieweit die Drehleiter zum Einsatz kommen könnte. „Ich habe auch noch versucht, einen Baumkletterer zu erreichen“, so Bruder, „aber keiner war verfügbar.“

Die Drehleiter beim Tierrettungseinsatz im Straubenhardter Wald. Foto: Winnie Gegenheimer

Wen er allerdings noch informiert hat, das war Wildvogelexpertin Nadja Weber aus Keltern. Sie kam für den Fall dazu, dass der Vogel verletzt geborgen, versorgt und in eine Pflegestation hätte gebracht werden müssen. Inzwischen wurde die im Rahmen der Überlandhilfe zuständige Neuenbürger Drehleiter tatsächlich gerufen.

Schnur oder Kabel hängt wohl immer noch am Bussard

Auf dem angrenzenden Waldweg positioniert, sei „der Korb bis an seine Grenzen ausgefahren worden“, so Irion. Trotzdem hätten etwa drei Meter gefehlt, um den Vogel zu erreichen: „Aber als sich der Korb ihm näherte, hat der Bussard so wild geflattert, dass er plötzlich vom Baum freikam und davonflog.“ Leider muss er das Stück Schnur oder Kabel noch immer am Fuß haben, denn es konnte weder am Baum noch am Boden gefunden werden.

Wildvogelfreundin Weber bittet grundsätzlich darum, Schnüre und Leinen nicht dort offen liegen zu lassen, wo vielleicht ein Greifvogel jagt. Wer den Bussard die nächsten Tage im Bereich Schwann-Ottenhausen-Arnbach-Gräfenhausen beobachtet, kann sich an Förster Bruder unter Telefon (0172)9936982 wenden.

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