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Anderthalb Wochen im Einsatz

Start der Pop-up-Impfzentren im Enzkreis: Zwei Teams impfen Menschen, die nicht mobil sind

In Straubenhardt und Keltern ging es los: 130 über 80-Jährige haben sich für die mobile Impfaktion angemeldet. Insgesamt stehen für die Pop-up-Aktionen 3.000 Astrazeneca-Impfdosen zur Verfügung.

Petra Allion und Brigitta Rettkowski von den Sozialen Diensten nahmen die Patienten in Empfang. Foto: Bernd Helbig

In der Turn- und Festhalle Straubenhardt hat das erste Pop-Up-Impfzentrum des Enzkreises am Donnerstagvormittag seine Arbeit aufgenommen. Pünktlich ab 9 Uhr trafen die ersten Patienten in der Halle ein, wo sie von den Mitarbeiterinnen der Sozialen Dienste Straubenhardt/Keltern, Petra Allion und Brigitta Rettkowski, empfangen wurden.

Die betagten Impfkandidaten waren sichtlich froh, bei dieser Aktion bekannte Gesichter anzutreffen. Rund 800 impfberechtigte Personen im Alter von über 80 Jahren leben in den beiden Clustergemeinden Straubenhardt und Keltern, 130 von ihnen haben sich zur Impfung angemeldet.

Am Sonntag, 18. April findet hier ein zweiter Termin statt, für den die Anmeldung noch läuft. Zwei mobile Impfteams waren im Straubenhardter Ortsteil Feldrennach im Einsatz. Sie wurden von Fahrzeugen des DLRG und der Malteser transportiert.

In Straubenhardt und Keltern waren die Impfteams schon im Einsatz

Unter Leitung der beiden Mediziner Peter Engeser und Ludwig Bös nahm das medizinische Fachpersonal die Impfungen nach erfolgtem Aufklärungsgespräch vor.

Für die mobilen Impfaktionen wurden die 28 Enzkreisgemeinden in zehn Cluster eingeteilt. Zum ersten Cluster gehören Straubenhardt und Keltern, die am weitesten vom Kreisimpfzentrum Mönsheim entfernt sind, im nächsten Cluster folgen Birkenfeld, Engelsbrand und Neuenbürg und so weiter durch den ganzen Enzkreis bis nach Heimsheim im Cluster zehn.

Geimpft wird mit dem zuletzt in der Diskussion stehenden Impfstoff AstraZeneca. Insgesamt stehen für die Pop-Up-Aktionen im Enzkreis 3.000 Impfdosen zur Verfügung, erläuterte Kreisbrandmeister Carsten Sorg. Er bekräftigte, im Kreisimpfzentrum seien weder beim Impfstoff von AstraZeneca noch bei Biontech nennenswerte Reaktionen aufgetreten.

Und entgegen anderslautender Pressemeldungen werde auch keine einzige Impfdosis weggeworfen, sondern es würden immer Ersatzkandidaten dafür gefunden. Weitere Impfaktionen würden bald in den Flüchtlingsunterkünften stattfinden und dann käme die Justizvollzugsanstalt Heimsheim dran.

Bürgermeister Viehweg lobt die Pop-up Impfzentren

Zur Eröffnung in Straubenhardt hoben Bürgermeister Viehweg und sein Kelterner Amtskollege Steffen Bochinger die Bedeutung der Aktion hervor. „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit Keltern den Auftakt der Pop-up Impfzentren machen können. Die Leute haben darauf gewartet, dass wir hier loslegen können.“

Es sei kein Alleingang der Bürgermeister, sondern eine Gemeinschaftsaktion des Landratsamts mit den Enzkreiskommunen und sozusagen eine „großfamiliäre Angelegenheit“, betonte Viehweg.

Für uns Bürgermeister war es wichtig, den Bürgern vor Ort etwas zu bieten.
Steffen Bochinger, Bürgermeister

In der Turnhalle habe es schon vor zwei Wochen eine Impfaktion der Sozialen Dienste gegeben und so war die Infrastruktur bereits aufgebaut. Bürgermeister Steffen Bochinger betonte: „Für uns Bürgermeister war es wichtig, den Bürgern vor Ort etwas zu bieten. Es war einerseits Glück, dass wir die ersten Kommunen sind, andererseits war es eine Herausforderung für unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die Organisation noch schnell über Ostern hinzubekommen“.

Im Vordergrund stehe bei der Aktion die Gesundheit der Bürger. Man wisse auch die Unterstützung durch die Sozialen Dienste sehr zu schätzen.

In Straubenhardt ist Feuerwehrkommandant Martin Irion für die Organisation der Aktion zuständig und im Landratsamt ist es die untere Katastrophenschutzbehörde mit Kreisbrandmeister Carsten Sorg. Koordinator für die mobilen Impfteams ist Paul Czerkies, ebenfalls vom Landratsamt.

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