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Landratsamt reagiert hilflos

Nazi-Propaganda und ein grapschender Metzger: Streit im Enzkreis-Veterinäramt vor Gericht

Ein wirrer Streit unter amtlichen Fleischbeschauern des Enzkreises beschäftigt das höchste Arbeitsgericht im Land. Der Richter will zunächst eine Rache-Theorie prüfen. Das Landratsamt reagiert eher hilflos.

Verschwörung unter Fleischbeschauern? Das Landesarbeitsgericht Stuttgart muss sich mit unappetitlichen Vorgängen in einer Außenstelle des Landratsamtes des Enzkreises beschäftigen. Foto: Daniel Streib

Grell sticht die Junisonne durch die Glasfront des Landesarbeitsgerichts in Stuttgart. Matthias Rieker sitzt hinter seiner Richterbank und bietet an, die Jalousien weiter herunter zulassen. Doch die aus Pforzheim und dem Enzkreis angereisten Verfahrensbeteiligten lehnen ab. Es wird nicht das einzige gut gemeinte aber vergebliche Angebot an diesem Verhandlungstag bleiben.

Rieker, Vorsitzender Richter am höchsten Arbeitsgericht im Land, muss eine unappetitliche Fehde unter Mitarbeitern des Enzkreises entwirren. Es geht um Vorgänge, die sich im Beschauamt Birkenfeld abgespielt haben sollen, einer Außenstelle des Veterinäramtes in der Großschlachterei Müller. Dort sind regelmäßig Tierärzte und weitere Fachleute mit der amtlichen Fleischbeschau befasst. Sie überprüfen unter anderem den Zustand des Schlachtviehs und die Qualität des Fleisches.

Die Qualität des Betriebsklimas, das wird vor Gericht deutlich, war eher schlecht. Richter Rieker zeigte sich im negativen Sinne beeindruckt. „Dabei war ich zwei Jahre bei der Bundeswehr und weiß, was es alles gibt.“

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