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Rücktritte „aus persönlichen Gründen“

Zwei Chefsessel zu vergeben: Bürgermeister von Neuhausen und Eisingen treten bei Wahl nicht mehr an

Das waren’s nur noch sechs: Nach dem Auftakt in Straubenhardt geht der Reigen an Bürgermeisterwahlen am Sonntag in Heimsheim weiter. Bis Jahresende wird in fünf weiteren Enzkreis-Gemeinden ein Rathauschef gewählt.

Meinungsaustausch am Rande der Bürgermeisterwahl: Helge Viehweg (links) hat die Wiederwahl am vergangenen Sonntag in Straubenhardt erfolgreich geschafft. Das will auch Steffen Bochinger. Der Kelterner Bürgermeister tritt bei der Wahl am 4. Juli wieder an. Foto: Torsten Ochs

In Neuhausen und Eisingen treten die Amtsinhaber nicht mehr an. Oliver Korz (parteilos) ist seit 1997 Bürgermeister von Neuhausen. Im Oktober 2013 wurde er ohne ernstzunehmende Konkurrenz für eine dritte Amtszeit gewählt.

Kurz vor Weihnachten 2020 gab der 53-Jährige dann überraschend bekannt, dass er bei der Wahl im Oktober nicht mehr antreten wird – aus persönlichen Gründen. Mehr wollte er auf Nachfrage nicht verraten.

Ähnlich sieht es in Eisingen aus: Hier hat Bürgermeister Thomas Karst (parteilos) überraschend bekannt gegeben, dass er bei der Wahl Ende November oder Anfang Dezember nicht antritt. Karst wurde im Dezember 2013 auf Anhieb zum Nachfolger von Roland Bauer gewählt.

Im Gespräch mit dieser Redaktion sagte der 60-Jährige am Jahresende, das man in der Regel davon ausgehen könne, dass ein Bürgermeister für mehr als eine Amtszeit zur Verfügung stehe. Kurz danach kündigte er an, dass er sich nicht mehr bewerben werde – ebenfalls aus persönlichen Gründen.

Eiberger macht es spannend mit seiner Kandidatur

Spannend gemacht mit seiner Kandidatur hat es der Illinger Bürgermeister Harald Eiberger (ebenfalls parteilos). Der 48-Jährige teilte erst kürzlich mit, dass er bei der Wahl am 4. Juli antreten wird.

Eiberger ist seit über 15 Jahren Schultes in Illingen, in der Bevölkerung und im Gemeinderat aber nicht unumstritten. Entsprechend mager war mit 29 Prozent die Wahlbeteiligung bei der Bürgermeisterwahl im Juli 2013.

Bewerbungsfrist in Keltern startet

Ebenfalls am 4. Juli wählt Keltern seinen Bürgermeister. Die Bewerbungsfrist startet am 24. April und endet am 8. Juni. Amtsinhaber Steffen Bochinger (parteilos) hat sich kurz vor Weihnachten entschieden, dass er für eine zweite Amtszeit kandidiert.

„Ich habe mich in Keltern immer wohl gefühlt“ und auch seine Mitarbeiter im Rathaus seien ein „Glücksgriff“, schwärmte der 45-Jährige im Gespräch mit dieser Redaktion.

Ich habe mich in Keltern immer wohl gefühlt.
Steffen Bochinger, Bürgermeister von Keltern

Viele Projekte, die er in seiner ersten Amtszeit angestoßen hat, könnten in seine etwaige zweite Amtszeit vorausstrahlen: etwa das gemeinsame Feuerwehrhaus, das auf den Weg gebracht wurde. Hier werde derzeit das Baugesuch fertig gestellt, so Bochinger.

Die siebte Gemeinde im Bunde der Bürgermeisterwahlen ist Knittlingen. Hans-Peter Hopp (parteilos) hat schon Mitte 2020 verkündet, dass er wieder antritt. „Die Arbeit macht Spaß, ich bin fit und gesund und will mich weiterhin einbringen“, sagte der 61-Jährige, der seit Dezember 1997 im Amt ist.

Weitermachen will auch Jürgen Troll (parteilos), der am kommenden Sonntag zur Wahl steht. Der 56-Jährige ist seit fast acht Jahren im Amt. Mitbewerber sind die Marxzeller Hauptamtsleiterin Nastassia Di Mauro (32) und Dauerkandidat Samuel Speitelsbach. Dieser hat wie berichtet am vergangenen Sonntag bei der Wahl in Straubenhardt gegen Bürgermeister Helge Viehweg (SPD) deutlich verloren.

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