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Nähen im Familienzentrum Au

Europa-Masken aus Pforzheim sind der Renner

Bei einer Video-Konferenz des Städtetags hält Europabeauftragte Anna-Lena Beilschmidt blaue Europa-Mund-Nasen-Masken aus Pforzheim in die Kamera. Seitdem bestellen Menschen sogar aus Tübingen oder Ettlingen.

Beliebtes Masken-Motiv: Mariijana Markc, Europabeauftragte Anna-Lena Beilschmidt, Judith Ehrfeld und Wafaa Sadeh (von links) freuen sich über den Erfolg ihrer kleinen Produktion. Foto: Susanne Roth

Von unserer Mitarbeiterin Susanne Roth

Zusammenrücken in Zeiten von Corona? Schwierig. Ob auf regionaler Ebene oder europaweit. Höchstens virtuell oder ideell praktikabel. Oder mit Hilfe von Mund-Nasen-Masken möglich, die ein deutliches Zeichen setzen können.

Zum Beispiel die Masken, die seit der offiziellen Europa-Woche im Pforzheimer Familienzentrum Au hergestellt werden.

Seit die Europabeauftragte Anna-Lena Beilschmidt ihre Idee dort vorbrachte, Masken in der Europa-Farbe blau mit entsprechenden, im Kreis angeordneten Sternen zu fertigen, stehen die Nähmaschinen kaum noch still und sticken fleißige Hände jeden Stern einzeln auf.

Seit Anna-Lena Beilschmidt die Maske werbewirksam bei einer virtuellen Zoom-Konferenz des Städtetags in die Kamera hielt – auf die Frage, was man denn in Coronazeiten tue. Seitdem stellt auch die Leiterin des im Familienzentrums angesiedelten Nähcafés Judith Ehrfeld einen regelrechten „Run“ auf die Europa-Masken fest. „Wir haben sogar Bestellungen aus Tübingen und Ettlingen.”

Die Erlöse der Masken bekommt das Familienzentrum Au

Offenbar ist bisher noch keiner sonst auf die Idee gekommen, den Europa-Gedanken auf diese Art zu pflegen beziehungsweise die Europa-Fahne hochzuhalten. „Das war eine spontane Idee“, so Anna-Lena Beilschmidt, die sich ganz offensichtlich freut, dass ihre Idee so gut ankommt. Und damit auch das soziale Projekt und nicht zuletzt Pforzheim positive Beachtung finden.

Der Erlös aus den Masken, die laut Beilschmidt auch als Merchandising-Artikel in die Partnerstädte gehen, deren Vertreter man derzeit kaum treffen könne, fließt wieder ins Familienzentrum. „Wir brauchen ja auch wieder Material“, erklärt Judith Ehrfeld.

Sie freut sich außerdem darüber, dass unter den üblichen Vorsichtsmaßnahmen auch die Nähmaschinen wieder vor Ort rattern, während zu Beginn der Pandemie der Stoff vor Ort abgeholt und Zuhause genäht wurde.

Als die Europa-Idee begann, Früchte zu tragen, „haben wir dringend Näherinnen gesucht“, so Judith Ehrfeld. 20 Frauen meldeten sich auf den Aufruf in den Medien. Mehr als 150 Europa-Masken wurden hier bereits genäht und bestickt. Jede ein Unikat.

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