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Programm und Feuershow

Fasnet-Auftakt in Pforzheim: Grausame Barbara und „Dill Wei Ho“ erwecken Ritter Belrem

Die Fasnetssaison für die Dillweißensteiner Gilde startet traditionell mit der Erweckung des Ritter Belrem. Im Schulhof in Pforzheim-Dillweißenstein wurde es am Freitag entsprechend laut.

Ritter Belrem und Suleima der Belrem Gilde präsentieren den Jahresorden mit der sauren Gurke.
Die saure Gurkenzeit ist vorbei: Ritter Belrem und Suleima präsentieren den Jahresorden, den eine Gurke ziert. Foto: Jürgen Keller

Während die Marketenderinnen der Belrem Gilde zu südamerikanischen Rhythmen zeigten, dass sie tänzerisch Feuer im Blut haben, ist das Feuer die Leidenschaft von Anika vom Feuerspiel. Doch bevor bei so viel Hüftschwung der Marketenderinnen unter der Leitung von Ingrid Häffelin und der brachialen Feuershow der Birkenfelderin nicht nur der Glühwein im Dillweißensteiner Schulhof brodelte, bedurfte es zuvor der Erweckung von Ritter Belrem.

Doch der junge Ritter (Marc Jourdan) und seine Suleima (Xenia Alva), im vergangenen Jahr erstmals in den Ritterstand erhoben, hatten da noch die Erweckung von Zauberin Renate (Rauser) im Ohr, doch diese Stimme war wegen Rücken und Krücken verstummt und die Stimme von Zauberlehrling Julia (Schäfer) war ihnen daher noch nicht so vertraut.

Lautstarke Unterstützung bei der Erweckung von Ritter Belrem in Dillweißenstein

Deshalb bedurfte es für die Erweckung auch der lautstarken Unterstützung des Narrenvolks, das trotz Regen zahlreich vertreten war. In hoher Dezibelstärke ertönten drei kräftige „Dill Wei Ho“ und „Belrem erscheine“. Unterstützt wurden die Rufe durch die ohrenbetäubenden Böller der Grausamen Barbara, die in Dillschde die fünfte Jahreszeit unüberhörbar „einläutete“.

Um textsicher dazustehen, wurde Zauberlehrling Julia im Vorfeld unterstützt von Zaubermeisterin Renate und Sabine Rauer. So wurde von „Potter-Lehrling“ zum Ausdruck gebracht, „dass sie ihr Leben lang darauf wartet, dass die Faschingskampagne mit ihrer Rede startet“. Das „Entsetzen“ war dem „Potter-Nachwuchs“ ins Gesicht geschrieben, denn erweckt wurde nicht Ritter Belrem,sondern Knecht Ruprecht mit Suleima.

Vom Zauberlehrling war da kleinlaut zu vernehmen: „Ach Herr je, ich hab’s vermasselt, Schande über mich reinprasselt“. Nur gut, dass das Zauberelixier mit Dillschdener Zutaten wie dem „Hühneraug“ von Geburtstagsjubilar Günter Haug oder das Kanonenpulver der Häffelins seine Wirkung nicht verfehlte und aus dem Knecht den Ritter machte.

Pforzheimer Narren freuen sich über das Ende der Sauregurkenzeit

Stolz präsentierten Ritter Belrem und seine Suleima den Jahresorden, den eine saure Gurke ziert. Gildemeister Jörg Müller zeigte sich erfreut, dass bedingt durch die Pandemie, „die saure Gurkenzeit nun vorbei ist“. Müller brachte in Anlehnung zum Grillfest beim Open Air Festival Easy am Hang zum Ausdruck, „dass es sich spricht rum, unsere Ritter haben die schönsten Gurken“ (auf dem Grill). „Und packt Belrem seine Gurke aus, freut sich jede Faschingsmaus“, ergänzt der Gildemeister augenzwinkernd.

So lag es nahe, dass der Faschingsorden eine Gurke ziert, die stellvertretende Gildemeisterin Gaby Jourdan, die den Orden entworfen hat, bekräftigte das. Die Stimmung ins Rollen brachte Gildemeister Jörg Müller, der langjährige Ritter Belrem, der mit seinen Dillschdener Faschings-Rap-Songs einheizte.

Das Stimmungslevel hoch hielten haben die Kräheneck-Hexen mit ihrem beeindruckenden Hexentanz sowie die Hexen-Musiker, die mit Trompeten, Posaunen und Bauchtrommeln den Schulhof zum Brodeln brachten. Für den musikalischen Ausklang sorgte Umzugspräsident Daniel Ast, der als DJ fungierte.

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