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In 15 Minuten zum Testergebnis

Große Nachfrage für Corona-Schnelltest-Schulungen beim DRK Pforzheim

Schnelltests sollen helfen, die Pandemie in Schach zu halten und ein möglichst sicheres Leben etwa in Schulen oder Unternehmen führen zu können. Weil die Tests kompliziert in der Anwendung sind, bietet der Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Pforzheim-Enzkreis Schulungen an.

So wird’s gemacht: Die DRK-Kursleiter Michael Storz (links), Isabelle Bender und Maik Olpp demonstrieren, wie ein Schnelltest korrekt durchgeführt wird. Foto: Stefan Friedrich

Die ersten Termine waren sehr schnell ausgebucht, heißt es vom DRK. Bei diesen Schnelltests, die in der Regel eine geschulte Hilfe erfordern, geht es nicht um die in Kürze auf dem Markt frei erhältlichen schnellen Corona-Tests für Laien, die besonders einfach sein sollen. In den kommenden Tagen soll es zusätzliche Termine geben, um die hohe Nachfrage zu bedienen.

Bislang sei bei den Anmeldungen alles mit dabei gewesen, bemerkt Isabelle Bender vom DRK. Schulen haben sich bei ihr ebenso gemeldet und einen Termin gebucht, wie auch Firmen oder Privatpersonen. „Die ganze Palette“, erzählt Bender. Ursprünglich wollte man erst im März mit den ersten Terminen starten.

Negativer Schnelltest nötig, um an Testschulung teilzunehmen

Wegen der hohen Nachfrage bot das DRK jedoch zusätzliche Termine an, die schon am 26. Februar beginnen und bis Mitte März reichen. Pro Termin stehen jeweils zwei Stunden für die Schulung zur Verfügung.

Im Idealfall sollten die Teilnehmer bereits eine Stunde vorher da sein, weil sie den Dokumentationsbogen ausfüllen und selbst einen Schnelltest machen müssen, erklärt Kursleiter Michael Storz. Etwa 20 Minuten dauert dessen Auswertung. Nur dann, wenn der Test negativ ist, dürfen sie in den Schulungsraum und teilnehmen.

Wichtig ist, dass man nicht bis zum Anschlag geht.
Michael Storz, DRK

Zunächst erfolgt dort eine theoretische Einweisung. „Wo die Nase ist, wissen die meisten, aber sie müssen auch den Weg von der Nase in den Rachen kennen“, bemerkt Storz. Deshalb darf jeder Teilnehmer auch erst mal an sich selbst probieren, wie es sich anfühlt, das recht flexible Stäbchen in die Nase mit der eigenen Hand einzuführen und sich dabei bis zum Rachen quasi vorzutasten. „Wichtig ist, dass man nicht bis zum Anschlag geht“, erklärt Storz.

Die Verletzungsgefahr sei bei diesen flexiblen Stäbchen zwar relativ gering, aber eben auch nicht ganz ausgeschlossen. Etwas, das vor allem auch Menschen bedenken müssen, die Blutverdünner nehmen. Das sollten sie vor einem Schnelltest immer angeben, rät Storz. „Man sollte das nicht unterschätzen.“

15 Minuten bis zum fertigen Testergebnis

Bevor man selbst an einem anderen testet – auch das werden die Teilnehmer des Kurses tun – gilt es, sich eine Schutzausrüstung so anzuziehen, dass man sich am Ende nicht versehentlich selbst kontaminiert, sollte ein Infizierter unter den zu Testenden gewesen sein.

Das DRK hat dafür bereits eine Tasche vorbereitet, die alle Utensilien enthält: Schutzbrille, Handschuhe, Kittel und Kopfschutzhaube sind dort mit drin. „Wir werden den Leuten zeigen, wie man sich das ordentlich anlegt“, verspricht Storz. Dass es beispielsweise drei Lagen Handschuhe braucht, hat seinen Sinn: Das schützt später beim Ausziehen der Schutzkleidung.

Wer aus dem medizinischen Bereich kommt, wie Storz und seine Kollegen, ist da im Vorteil und schafft das Anziehen in fünf Minuten. „Bei jemandem, der nicht darin geübt ist, würde ich mit zehn Minuten rechnen“, schätzt DRK-Ausbilder Maik Olpp.

Sobald alles vorbereitet ist, gilt vor allem eines: Geduld und Ruhe bewahren. „Man sollte sich lieber ein bisschen mehr Zeit nehmen, bis man die Erfahrung hat“, rät Storz. Der Prozess des Testens sei nämlich „umfangreicher, als man sich das vorstellt“: Eine Pufferlösung muss vorbereitet werden, mit der das Zellmaterial später reagieren kann, wenn es in das Aufnahmefenster des eigentlichen Tests aufgebracht wird. Fünf Tropfen reichen dabei schon aus.

15 Minuten dauert es dann, bis das Ergebnis vorliegt. Dazu muss der Streifen die C-Linie durchlaufen. „Das bedeutet dann nicht, dass man Corona hat“, beugt Bender eventuellen Missverständnissen vor. Dabei handle es sich lediglich um die Testlinie, die signalisiert: Es hat geklappt. Im Normalfall haben Test und Getesteter zudem eine Nummer, die jeweils identisch ist, um die Zuordnung des Ergebnisses zu erleichtern.

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