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Pilotprojekt

Grundschule in Pforzheim-Würm erhält Virenfiltergerät

In der Grundschule des Pforzheimer Stadtteils Würm gibt es jetzt ein Gerät, das Viren aus der Luft filtern soll. Wenn die Erfahrungen mit dem Gerät positiv sind, will der Ortsteil 2021 drei weitere Geräte anschaffen

Statt Schlüssel ein Stecker zur Übergabe: Am Montag wird für das Pilotprojekt „Greenbox“ an der Grundschule in Würm ein Virenfiltergerät angeliefert. Von links: Ortsvorsteherin Katja Theurer, Schulleiterin Claudia Oppermann, Rainer Berkmann (ET Energie und Handel), Ortschaftsrat und Spender Michael Schwarz. Foto: Susanne Roth

Im Anschluss an die Übergabe bekommt der Hausmeister der Würmer Grundschule noch eine kurze Einweisung in die Bedienung: „Das ist aber nicht schwierig“, versichert Rainer Berkmann. Der Geschäftsführer der ET Energie und Handel hat die unscheinbare weiße Box an diesem Montagmorgen aus dem Allgäu nach Würm transportiert und schiebt die sogenannte Greenbox auf Rollen in Richtung Mehrzweckraum der Schule.

Da soll sie ihre Dienste verrichten und künftig Viren, Bakterien, Keime, Feinstaub, Pollen und einfach alles Gesundheitsschädliche aus der Luft ziehen und filtern. „Wir hätten jetzt nicht gewusst, in welches Klassenzimmer wir das Gerät stellen sollen, also kommt es in einen Raum, in dem alle davon profitieren“, so Schulleiterin Claudia Oppermann.

Das Pilotprojekt verdankt die Schule zum einen der Tatsache, dass der Würmer Ortschaftsrat noch Geld aus dem Topf „Stadtteilbudget“ entnehmen konnte – 1.600 Euro, um genau zu sein. Und dem Einsatz der Ortschaftsräte Michael Schwarz und Hans Hägele (Freie Wähler), die die Box ins Spiel brachten. Nicht nur das: Michael Schwarz ist mit seiner Consulting-Firma einer der beiden großzügigen Spender, die ebenfalls 1.600 Euro aus ihren Mitteln beisteuern (der zweite Spender möchte nicht genannt werden).

Lautstärke nicht zu hoch

„Solche Geräte werden im OP-Bereich eingesetzt“, weiß Michael Schwarz. Zu 99,9 Prozent soll die Greenbox schädliche Partikel aus der Luft filtern können. „Und das Vorurteil mit der Lautstärke stimmt auch nicht“, so Schwarz weiter. „Wir haben das vier Stunden lang bei einer Sitzung laufen lassen. Das ging gut.“

Ortsvorsteherin Katja Theurer ist ebenfalls der Meinung, dass das Geld, das man noch übrig gehabt habe, hiermit gut investiert ist. „Im Oktober haben wir das besprochen und im November waren wir uns einig in der Sitzung des Ortschaftsrates. Es musste ja auch schnell gehen.“

Die Wartung übernimmt ebenfalls die Ortsteilverwaltung, „wenn die Rückmeldungen der Schule gut sind werden wir im kommenden Jahr drei weitere Geräte anschaffen, das ist schon beschlossen“, so Theurer. Michael Schwarz fügt einen weiteren wichtigen Punkt hinzu. „Das kann ja dann auch in den Schulferien Vereinen zur Verfügung gestellt werden.“

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