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Trinkwasser-Skulptur der Glaskünstlerin Iris Henkenhaf-Stark

In der Pforzheimer Fußgängerzone gibt es jetzt gratis Trinkwasser

Wasser marsch: Der Erste am neuen Trinkbrunnen ist Oberbürgermeister Peter Boch – auch die Künstlerin Iris Henkenhaf-Stark und Kulturbürgermeisterin Sibylle Schüssler (von links) erfrischen sich. Foto: Susanne Roth

Von Susanne Roth

Der Oberbürgermeister hat zu diesem Termin nicht nur ein Redemanuskript mitgebracht, er hält außerdem eine Trinkflasche in der Hand. Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius sicher nicht verkehrt, nur dass diese Flasche leer ist. Gefüllt wird sie direkt in der Fußgängerzone, vor dem Dönerladen.

Damit ist Peter Boch der Erste, der die neue, überwiegend aus Glas bestehende Trinkbrunnen-Skulptur nutzt. Er hält seine Flasche an eine der vier Auffüllmöglichkeiten. Dabei schauen ihm zahlreiche Menschen zu – natürlich mit gebührendem Abstand.

„Wir sind um eine Perle reicher“, sagt Peter Boch. „Eine Glasperle.“ Damit spielt er auf den Namen an, den die Ispringer Glaskünstlerin Iris Henkenhaf-Stark ihrem Werk gegeben hat: Aquaria – die Glasperle. Von Kulturbürgermeisterin Sibylle Schüssler wird er am Freitagmittag als „Ausrufezeichen“ der Gestaltung der Fußgängerzone bezeichnet.

Ein Ausrufezeichen, das lebensspendendes Wasser biete und zwar für alle, die sich an seinen vier, die runde Form hinabfließenden, Rinnsalen laben wollen, wie mehrere Sprecher – darunter auch die Präsidenten der das Projekt anstoßenden Lions Clubs Pforzheim Johannes Reuchlin und Remchingen-Pfinztal – betonen.

Künslterin arbeitete mehrere Monate an der Skulptur

Iris Henkenhaf-Stark hatte den ausgeschriebenen Wettbewerb mit acht Bewerbern für sich entschieden und Monate für die Konzeption und Realisierung gebraucht. Dabei musste sie die strengen Auflagen für die Trinkwasserverordnung berücksichtigen erhielt Hilfe vom Kelterner Künstler Stefan Faas, der mit Stahl arbeitet. Eine glänzende, funkelnde Blüte mit ästhetischen Formen hat nun als erfrischender und künstlerischer „Eyecatcher“ in der Fußgängerzone ihren Platz gefunden.

„Wasser ist Leben, das war die erste Herausforderung“, schildert die Künstlerin selbst nach musikalischer Querflöten- und Alphorn-Einleitung ihre Herangehensweise. Die zweite Herausforderung sei es gewesen, „ein Objekt für einen bereits vorbestimmten Platz“ zu kreieren, in einen bestehenden Raum künstlerisch hinein zu gehen.

„Wasser in allen Varianten“ darzustellen, mit seiner Kraft und der gleichzeitig vorhandenen Leichtigkeit, war dabei der Gedanke, der sie führte. Und: die vitalisierende Energie in den bestehenden Raum zu geben.

Mit in das Glas eingearbeiteten Elementen wie Silberfäden zum Beispiel ist es ihr gelungen, die Leichtigkeit, das Fließende des Wassers im zugleich starren und erkalteten Material Glas miteinander in Einklang zu bringen.

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