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Verkehrsverbund rät zu digitalem Kauf

In Pforzheim gibt es ab Samstag 9-Euro-Tickets

Ab diesem Samstag kann man beim Verkehrsverbund Pforzheim das 9-Euro-Ticket kaufen, das ab Juni im Nahverkehr gilt. Was müssen Interessierte wissen?

In Stuttgart und Freiburg kann man seit einigen Tagen schon 9-Euro-Tickets kaufen – Tausende Kunden haben bereits zugegriffen.
Ab Samstag zu haben: Der VPE bietet nun auch das Neun-Euro-Ticket an. Es kann online, am Schalter oder am Automaten erworben werden. Foto: Marijan Murat/dpa

Das 9-Euro-Ticket kommt: In Pforzheim geht der Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE) mit dem Schnäppchenangebot ab diesem Samstag in den Vorverkauf.

Nachdem am Freitag nach dem Bundestag auch der Bundesrat zugestimmt hat, können Fahrgäste von 1. Juni bis 31. August bundesweit alle Busse und Bahnen im Nahverkehr für neun Euro in der zweiten Klasse benutzen.

Wie der VPE in einer Pressemitteilung erklärt, gilt das Ticket als persönliche Monatskarte jeweils ab dem Monatsersten. Wer es im gesamten Zeitraum nutzen will, benötigt ein solches Ticket für jeden Monat. Kinder bis einschließlich fünf Jahre fahren kostenlos.

Verkehrsverbund rechnet unter der Woche nicht mit großem Ansturm

Es habe im Vorfeld Anfragen zum 9-Euro-Ticket gegeben, erklärt eine Mitarbeiterin des VPE dieser Redaktion. Weil die meisten beim Kundencenter landen, kann sie nicht sagen, wie groß das Interesse tatsächlich ist.

Dass es zu einem großen Ansturm kommen wird, glaubt man beim VPE nicht. „Wir rechnen damit, dass es unter der Woche keine große Rolle spielen wird.“

Mehr Fahrgäste als sonst erwarte man an Wochenenden durch Ausflügler. Doch dies betreffe vor allem die Züge der Deutschen Bahn und der regionalen Verkehrsunternehmen. „Leute, die in die Pfalz fahren oder mal günstig in den Schwarzwald und an den Bodensee reisen wollen“, nennt die VPE-Mitarbeiterin Beispiele.

Matthias Lieb vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) rät dazu, das Ticket zu kaufen und das Angebot vor allem in der eigenen Region auszuprobieren. Das sei oft besser als erwartet, erklärt er in einer Mitteilung.

Etwa könne man den Stadtbus Mühlacker testen, sonntags mit dem Freizeitexpress Kloster Maulbronn nach Maulbronn oder von dort ins Nagoldtal fahren. Lieb empfiehlt auch, längere Fahrten gut zu planen, da es auf den Hauptstrecken von Stuttgart an den Bodensee, nach Karlsruhe und nach Würzburg sowie im Rheintal und im Schwarzwald eng werden könne.

Abo-Kunden können Netzkarte schon vor neun Uhr nutzen

Abo-Kunden und Nutzer von Job-Tickets müssten gar nichts unternehmen, so der VPE. Die jeweiligen Preise würden für die drei Monate auf neun Euro abgesenkt. Es gibt für Abonnenten außerdem keine zeitlichen und räumlichen Beschränkungen.

Das heißt, dass die Netz 9-Karte schon vor neun Uhr genutzt werden kann. Ohne Zusatzkosten und zu jeder Zeit können auch Studierende der Hochschule mit den Bussen des VPE fahren. Es reicht weiterhin ein gültiger Studentenausweis.

Der VPE rät seiner Kundschaft, das 9-Euro-Ticket digital über den DB Navigator zu erwerben. Es kann aber auch am Fahrkartenschalter, am Fahrkartenautomaten und beim Busfahrer gekauft werden.

Sollte das Schnäppchenangebot dem VPE tatsächlich scharenweise Neukunden bescheren, wären die Kapazitätsgrenzen schnell erreicht. „Mehr Busse als auf dem Fuhrpark stehen, können nicht fahren“, erklärt eine VPE-Mitarbeiterin auf Anfrage. Es seien täglich alle Busse im Einsatz. Außerdem bräuchte man dafür entsprechend zusätzliches Personal, das man nicht habe.

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