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Sinkende Inzidenzzahlen

Katholische Kirchen in Pforzheim wollen wieder Präsenzgottesdienste anbieten

Angesichts leicht sinkender Inzidenzzahlen in Pforzheim wollen die katholischen Kirchen wieder Präsenzgottesdienste feiern. Die evangelische Kirche möchte dagegen noch abwarten.

Mit Hygienekonzept: In der katholischen Franziskuskirche werden am kommenden Wochenende wieder Präsenzgottesdienste gefeiert. Foto: Jürgen Peche

Anders als in den Gemeinden der evangelischen Kirche in Pforzheim sollen ab dem kommenden Wochenende (6./7. Februar) die Präsenzgottesdienste in den katholischen Kirchen in Pforzheim wieder wie gewohnt stattfinden. Dies hat der Pfarrgemeinderatsvorstand am Wochenende beschlossen, wie der Leitende Pfarrer der Gesamtgemeinde, Georg Lichtenberger, mitteilt.

Damit sei Pforzheim die letzte Gemeinde in der Diözese, die wegen sinkenden Inzidenzen zu Präsenzgottesdiensten zurückkehre. Die Ältestenräte der evangelischen Gemeinden hatten bereits beschlossen, mit Präsenzgottesdiensten abzuwarten, bis der allgemeine Lockdown beendet ist, voraussichtlich nun also bis zum 14. Februar.

Pfarrer Lichtenberger: Gottesdienste wichtig für die Gläubigen

Die Diözesanleitung sieht laut Lichtenberger eigentlich erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von dauerhaft über 300 die Möglichkeit vor, Präsenzgottesdienste abzusagen. Doch in Absprache mit OB Peter Boch habe man sich zunächst doch entschlossen, zu Weihnachten und im ganzen Januar keine Präsenzgottesdienste abzuhalten.

Bei Inzidenzen um die 100 in Pforzheim und dem sichtlichen großen Bedürfnis nach lebendigem Gottesdienst, sei der jetzige Beschluss gefallen. „Wir hatten über die Feiertage und im Januar unsere Kirchen von 9 bis 18 Uhr geöffnet und die Flut angezündeter Kerzen zeigte uns, wie wichtig den Gläubigen der Kirchen- und jetzt auch wieder Gottesdienstbesuch ist“, so Lichtenberger.

Weiterhin strenge Hygienekonzepte

Für die katholischen Gottesdienste gelten aber weiterhin die strengen, eingeübten Corona-Hygienekonzepte: Abstände von zwei Metern, Registrierung der Kontaktdaten, Tragen von medizinischen Masken und kein Gemeindegesang bis auf einzelne Vorsänger oder Vorsängergruppen im Altarraum. Mit der Abstandsregelung ist auch die Obergrenze der Besucherzahl der verschiedenen Kirchen bei den Gottesdiensten festgelegt.

Die liegt bei maximal einem Viertel der verfügbaren Plätze in den elf Kirchen der Gemeinde Pforzheim. Den größten Kirchenraum hat St. Franziskus, in den 120 Gläubige dürfen. Für Herz-Jesu sind 80, St. Antonius 75 und St. Elisabeth 65 Gottesdienstbesucher erlaubt.

Georg Lichtenberger versichert: „Uns ist bewusst, dass die Werte immer noch viel zu hoch sind. Unsere Kliniken und Pflegeheime sind weiterhin in einer sehr angespannten Situation. Deswegen werden wir mit größter Vorsichtig und Sorgfalt vorgehen.“ In der Hoffnung, dass die Inzidenzen weiter sinken, sei die neue Regelung mit Präsenzgottesdiensten zunächst unbefristet.

Evangelische Kirche will noch abwarten

Die evangelische Kirche in Pforzheim will eventuell bei der Entscheidung für Präsenzgottesdienste nach dem 14. Februar genau auf die Inzidenzwerte schauen und möglichst warten, bis die 50 unterschritten ist. Dies äußerte Pressesprecherin Claudia Becker vor wenigen Tagen.

Dabei werde man aber ein differenziertes Raster für die verschiedenen Gotteshäuser anlegen. Medizinische Masken, Abstandsgebot und Verzicht auf Gemeindegesang werden jedoch weiter obligatorisch sein, stellte Becker in Aussicht.

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