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Drei Dürrejahre in Folge

Klimawandel bringt Pforzheimer Wald an Belastungsgrenze: „Wir sind hier im Elend“

Nach drei Dürrejahren in Folge ist der Pforzheimer Stadtwald an der Belastungsgrenze angekommen. Umweltamtsleiter Markus Haller führt durch die Sorgenregion in der grünsten Stadt Baden-Württembergs.

Bestandsaufnahme: Umweltamtsleiter Markus Haller (Mitte) und sein Stellvertreter Mario Seefelder (rechts von ihm) zeigten an einem Mammutbaum Schadbilder im Wald. Foto: Jürgen Müller

Ein wenig mit der guten Laune ringen muss Markus Haller schon. Der Leiter des Umweltamtes der Stadt Pforzheim hat eigentlich eine nette Aufgabe: 20 Pforzheimer möchten im Rahmen der Deutschen Waldtage den Stadtwald im Hagenschieß sehen und nachschauen, wie es den Bäumen in der nach Anteil grünsten Stadt Baden-Württembergs geht. Das Problem ist nur: Es geht ihnen schlecht.

„Wir liegen hier im Elend“, sagt Haller und zeigt dabei auf eine Karte. Es ist der Dürremonitor des Helmholtz-Instituts. Da funkelt es bereits deutschlandweit in den typischen Alarmfarben gelb, rot und braun. Doch der Punkt, auf den Haller zeigt, ist schon fast schwarz. „Das ist Pforzheim“, sagt er knapp.

Der Klimawandel habe seit 2003 rasant an Fahrt zugenommen. Vor allem das Jahr 2018 habe schwere Wunden im Wald hinterlassen. „Das war ein Jahr, wie ich es noch nie erlebt habe. Und ich bin schon seit 30 Jahren hier“, sagt Haller. Die Dürre habe den Boden ausgetrocknet. Große Lücken klaffen dort, wo vor wenigen Jahren noch dichter Bewuchs war.

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