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CDU Wirtschaftsrat

Klöckner zu Gast in Pforzheim: Ministerin setzt auf Innovation in der Landwirtschaft

Beim Wirtschaftsrat der CDU in Pforzheim sprach Julia Klöckner über die Zukunft der Landwirtschaft. Innovation von Technik und Regionalität sind der Ministerin ein Anliegen. Auch die osteuropäischen Saisonarbeiter will sie besser integrieren.

Zu Gast in Pforzheim: Julia Klöckner spricht mit Georg Wellendorff (links) und dem Pforzheimer CDU-Bundestagskandidaten Gunther Krichbaum über Ökonomie und Ökologie. Foto: Jürgen Peche

Die Balance zwischen Ökonomie und Ökologie sucht Julia Klöckner (CDU) in ihrem Arbeitsbereich zu finden, der für die CDU als eine entscheidende Stellschraube für den Klimawandel gilt. Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft war am Montag Gastrednerin beim Wirtschaftsrat der CDU in Pforzheim.

Klöckner schlug, ausgehend von den derzeit dramatisch sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels in den Hochwassergebieten, den Bogen hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft. Diese sei eine entscheidende Kraft zur Bewältigung der globalen Herausforderungen und stehe selbst in einem Spannungsfeld: Als Treibhausgas-Emittent und zugleich als Betroffener des Klimawandels. Als Lösung bietet Klöckner Forschung und Entwicklung von innovativen Techniken in der Landwirtschaft an, die sowohl Dünger als auch Pflanzenschutzmittel reduzieren sollen.

Derzeit fördere ihr Ministerium 14 digitale Experimentierfelder. „In Zukunft sollen Landwirte nicht allein Direktzahlungen für die Fläche bekommen, sondern nur noch bei der Einhaltung von Standards der Umwelt- und Klimapolitik“, stellt Klöckner in Aussicht.

Regionale Lebensmittel sollen bezahlbar bleiben

Der Sprecher der Sektion Pforzheim des Wirtschaftsrats der CDU, Georg Wellendorff, begrüßte etwa 50 Vertreter der Wirtschaft im Pforzheimer Parkhotel. In ihrem Vortrag legte Klöckner ihren Begriff von Nachhaltigkeit dar. Sie sieht sich in der Verantwortung, mit innovativer Technik Wohlstandsverluste zu vermeiden: „Die CDU steht nicht für Besserwisser, sondern für Bessermacher.“ So sei es nötig, dem Wunsch der Verbraucher nach regionalen Lebensmitteln nachzukommen, zugleich diese bezahlbar zu halten und den Bauern ein Einkommen zu sichern.

Die Landwirtschaft der Zukunft, die den Klimawandel bremst und dessen Folgen mildert, sieht Klöckner in mehr Technik und deren zielgenauem Einsatz. „Wir werden nicht nur Auflagen an die Landwirte erteilen können, ohne ihnen die Instrumente für eine Verbesserung an die Hand zu geben.“

In einem Video demonstrierte sie eines der 14 Experimentierfelder, bei dem mit Einsatz von Künstlicher Intelligenz und mit Drohnen Messwerte erhoben werden, die den richtigen und begrenzten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ermöglichen sollen. „Das können auch mechanische Maßnahmen sein“, so Klöckner in Richtung von Gegnern der Chemiekeulen. In einem anderen Fall werden Bewegungsprofile von Schweinen erhoben, um den Tierwohlstall der Zukunft zu entwerfen. „Auch bei Tieren gibt es Couch-Potatoes, die nicht raus wollen“, so Klöckner.

Klöckner will Saisonarbeiter besser integrieren

„Essen und Landwirtschaft sind hochpolitisch geworden“, betont die Ministerin. Geringere Erträge in der Biolandwirtschaft könnten nur durch neue Pflanzen oder mehr Ressourcen ausgeglichen werden. „Die Biolandwirtschaft muss effizienter werden“, ist Klöckner überzeugt. Die konventionelle Landwirtschaft andererseits dürfe nicht in die Ecke der Tierquäler und Vergifter gestellt werden.

Klöckner spart auch soziale Aspekte nicht aus: Ohne Saisonarbeiter könnten die Preise der Lebensmittel nicht gehalten werden. Auch wenn diese gerecht bezahlt würden, seien sie kaum integriert. Klöckner hält die Wertschätzung für die Landwirtschaft insgesamt hoch: „Ohne sie würde unsere Landschaft ihr Gesicht verlieren und nur noch Gegend sein.“

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