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Team aus Schweizern und Deutschen

„Onemate“ aus Pforzheim fertigt Rucksäcke aus alten Plastikflaschen

Ein eingerissener Rucksack brachte Jungunternehmer Julian Rabe auf den Plan: Stabilere Rucksäcke müssen her. Und der Plastikmüll muss weg.

Alles dabei: Julian Rabe ist stolz auf das geräumige Rucksack-Modell „Discovery“. Die Idee für die nachhaltigen Rucksäcke hatte der „onemate“-Geschäftsführer bei einer Reise nach Costa Rica, als ihm der Rucksack riss. Foto: Jennifer Warzecha

50 alte Plastikflaschen ergeben einen Rucksack. Das Label „onemate“, das seinen Sitz im Pforzheimer Emma Kreativzentrum hat, hat die Rucksäcke, die aus recyceltem Plastik bestehen, entwickelt. Aus 50 Flaschen wird so ein größerer Rucksack fürs Handgepäck, neun Flaschen weniger braucht es für den kleineren Tagesrucksack.

„Wir schaffen funktionale Alltags- und Reiserucksäcke für unsere Kunden. Auch wenn ich hier gerade alleine da stehe, ist es doch wichtig zu sagen, dass da ein ganzes Team dahinter steckt. Eines aus ganz tollen Menschen“, sagt der „onemate“-Geschäftsführer Julian Rabe.

Neben den Menschen hinter dem Produkt, die laut Rabe „das Wichtigste sind“, bietet das Unternehmen mit den flachen Hierarchien diesen auch eine Plattform der Persönlichkeitsentwicklung. Das Ziel: gemeinsam etwas zu verändern.

„Hier soll sich jedes Teammitglied weiterentwickeln und nach seinen Fähigkeiten entfalten können“, führt Geschäftsführer Julian Rabe aus. Das Team besteht aus neun Personen, die in Deutschland und der Schweiz verteilt sind. Gemeinsam möchten sie eine größtmögliche Wirkung erzielen.

Mehr Rucksäcke für mehr Bäume

Sie möchten dabei nicht nur Natur und Umwelt verbessern, sondern den Anstoß dazu geben, dass die Natur sich wieder selbst aufbauen kann. Das junge Unternehmen arbeitet deshalb gerade an einem eigenen Drohnen-Projekt, um so Bäume zu pflanzen und Wälder wieder aufzuforsten. Je mehr Rucksäcke verkauft werden, umso mehr Bäume können gepflanzt werden.

Aktuell entwickeln die zwei Maschinenbau-Studenten Ken Noé und Marc Schulz Flug-Drohnen, die vollautonom Bäume pflanzen werden. Die Drohnen agieren ähnlich wie Bäume, die Samen auswerfen. Sie sind die wichtigste Kennzahl, weil nur sie kosteneffizient Bäume pflanzen können. „Die Kosten pro Baum können soweit gesenkt werden, dass das Ganze extrem effizient und skalierbar ist“, erklärt es Julian Rabe.

Das Drohnen-Projekt befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Das Team ist bereits im Gespräch mit Biologen und Experten aus der Forstwirtschaft. Hier müsse man auch überlegen, wie die Technologie weiterentwickelt werden muss, um eine hohe Effizienz mit einem optimalen Ergebnis zu verbinden.

Aktuell werden Flächen darauf getestet, ob sie für die Baumpflanzaktion geeignet sind. „Wir fangen in Osteuropa an, weil es da viele brachliegende Flächen gibt und von da aus geht es weiter. Grundsätzlich kann die Lösung überall eingesetzt werden“, berichtet Julian Rabe. Gerade arbeite man erst einmal am Pilotprojekt.

Normalerweise dauere ein solches Projekt gleich mehrere Jahre. Julian Rabe vermutet aber, dass es in diesem Fall vermutlich recht schnell voran gehen könnte. Er schätzt, dass er zusammen mit Ken Noé und Marc Schulz und dem gesamten Team bis zum Sommer schon die ersten Prototypen der Drohnen wird testen können.

Wie ist der 23 Jahre alte Julian Rabe, der sein Unternehmen 2017 gegründet hat, auf den Gedanken gekommen, Geschäftsidee und Umweltaspekt unter einen Hut zu bringen? Die nachhaltige Lösung liegt in der Finanzierbarkeit der Bäume durch den Verkauf der Rucksäcke. Als ihm auf einer Costa-Rica-Reise der Rucksack riss, kam Julian Rabe auf die Idee, dass er seine Umwelt mit einem hochwertigen Produkt prägen will.

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