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Kleinere Ausgabe auf Postparkplatz

Aus der Brötzinger Kirmes wird das „Martini-Dörfle“

Den Martini Markt in seiner klassischen Form gibt es diesmal nicht. Aber Kirmes-Spaß können Besucher im Pforzheimer Stadtteil Brötzingen zwischen 11. und 15. November trotzdem genießen.

Passender Standort: Jörg Augenstein hat für den Kirmes-Spaß Mitte November den Postparkplatz in Brötzingen auserkoren. Das Gelände lässt sich einzäunen für Besucher, die geimpft, genesen oder getestet sind. Foto: Roland Wacker

Aus dem Martini Markt wird diesmal ein „Brötzinger Martini-Dörfle“ werden. Und anstelle der Fußgängerzone bespielen etwa 20 Schausteller vom 11. bis 15. November den Postparkplatz in Brötzingen.

„Es war uns wichtig, den Familiencharakter beizubehalten“, erklärt Jörg Augenstein zu dem Event, das zwar kleiner ausfallen wird als seine Vorgänger, aber es wird definitiv stattfinden und zwar an einem ebenfalls zentralen Standort.

Der Postparkplatz hat den Charme, dass die Veranstaltung ohne Probleme eingezäunt werden kann. „Es gibt zwei große Ein- und Ausgänge, einen zur West- und einen zur Ostseite“, beschreibt Augenstein den Rahmen, den er erst an diesem Mittwoch mit dem Ordnungsamt abgesteckt habe.

Keine Bändchenregelung, sondern 3G

Gemeinsam habe man sich auf eine 3G-Regelung geeinigt, so dass auch Besucher kommen können, die weder geimpft noch genesen, aber getestet sind. Eine Bändchenlösung, wie sie manche Städte für ihre Weihnachtsmärkte vorsehen, entfällt damit ebenfalls.

Der Termin für den Martini Markt stand schon längere Zeit fest. Augenstein hatte auch zuletzt wieder betont, ihn nach der Corona-Zwangspause im vorigen Jahr diesmal wieder ausrichten zu wollen – unter der Voraussetzung, dass sich dann geltende Corona-Verordnungen problemlos umsetzen lassen würden. Im Gespräch für eine kleinere Version war zunächst auch der Museumsplatz.

Statt 40 nur rund 20 Aussteller

Nun kann Augenstein mit seinem Team aus vier, fünf Leuten an die Feinplanung der Brötzinger Kirmes gehen. Dazu gehört, dass die Organisatoren als erstes rund der Hälfte der 40 angemeldeten Schausteller absagen müssen, denn auf dem Parkplatz mit seinen rund 100 Autoparkplätzen hat man deutlich weniger Fläche als beim Martini Markt zur Verfügung.

„Wir werden den gesamten Platz nutzen, denn die Schausteller müssen dort auch ihre Wohnwagen abstellen.“ Zudem sind Toiletten aufzustellen. Eine Bühne für Musik wird es diesmal nicht geben.

Familiencharakter soll erhalten bleiben

Augenstein verspricht einen guten Querschnitt zu bieten aus Fahrgeschäften, Gastro- und Süßwarenbetrieben. Statt sieben oder acht Fahrgeschäften ist nur Platz für knapp die Hälfte. „Unser Fokus liegt auf Fahrgeschäften für Kinder und für Familien“, nennt der Macher des Events entscheidende Auswahlkriterien. Die Fläche muss auch so geplant werden, dass Menschen, die nicht zum Event wollen, ohne Hindernisse oder zu große Umwege daran vorbei gelangen.

Es wird eine kleinere aber sehr kuschelige Veranstaltung.
Jörg Augenstein, Organisator

„Es wird eine kleinere aber sehr kuschelige Veranstaltung“, erklärt Augenstein, der das Martini-Dörfle nicht als Fortsetzung des Martini Markts verstanden haben möchte. Er betont die Einmaligkeit des Events. Deshalb wird die zehnte Auflage des Martini Markts auch um ein weiteres Jahr verschoben werden. Einen kompletten Bruch mit einer liebgewordenen Tradition wollte man ebensowenig riskieren.

Es sei wesentlich schwerer nach einer langen Pause eine Veranstaltung wieder hochzuziehen und so für eine Belebung des Stadtteils zu sorgen, gibt Augenstein zu verstehen.

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