Skip to main content

Inzidenz fällt weiter

Ausgangssperre in Pforzheim soll schnell aufgehoben werden

Das Ende der nächtlichen Ausgangssperre in Pforzheim rückt näher. Am Mittwoch blieb der Wert bei der Sieben-Tage-Inzidenz zum zweiten Mal hintereinander unter der kritischen Marke von 50.

Unerlaubt auf der Straße: Die Polizei kontrolliert hier beim Hauptbahnhof Pforzheim, wer nachts wirklich draußen unterwegs sein darf - und wer verbotenerweise ohne triftigen Grund unterwegs ist. Foto: SDMG / Waldemar Gress

Wenn die Inzidenz weiter mitspielt, könnte es am Donnerstag ganz schnell gehen. „Ich gehe davon aus, dass wir die Allgemeinverfügung direkt am Abend aufheben, wenn die entsprechenden Zahlen vom Landesgesundheitsamt so kommen“, sagte Landratsamtssprecher Jürgen Hörstmann dieser Redaktion.

Am Mittwoch sank der Wert weiter auf 38,9. Gemeldet wurden zehn Neuinfizierte.

Wir sind darauf vorbereitet, dann gemeinsam mit dem Enzkreis schnell zu handeln.
Philip Mukherjee, Sprecher der Stadt Pforzheim

Pforzheims Stadtsprecher Philip Mukherjee ist zuversichtlich, dass die Inzidenz in der Tat auch am dritten Tag unter 50 bleibt. „Wir sind darauf vorbereitet, dann gemeinsam mit dem Enzkreis schnell zu handeln.“ Formal muss der Enzkreis die Sperre aufheben, weil im Landratsamt das auch für Pforzheim zuständige Gesundheitsamt angesiedelt ist.

Ab wann genau die Pforzheimer dann wieder nachts vor die Tür dürfen, ist allerdings noch unklar. Denkbar sind vor allem drei Varianten: unverzüglich am Donnerstagabend, ab 0 Uhr in der Nacht zum Freitag - oder doch erst ab Freitagabend.

Rülke fordert schon am Mittwoch die Aufhebung der Ausgangssperre

FDP-Politiker und Gemeinderat Hans-Ulrich Rülke forderte am Mittwoch derweil die direkte Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperren für den Stadtkreis. Rülke per Mitteilung: „Nachdem der Inzidenzwert am Dienstag auf 41,3 gefallen ist, entfällt jegliche Begründung für die weitere Aufrechterhaltung der nächtlichen Ausgangssperren. Ich fordere deshalb, dass diese unverzüglich aufgehoben werden.“

Er nannte es eine „Farce“, dass Ausgangssperren auch bei einer Inzidenz von 50 aufrecht erhalten werden. Schließlich seien sie mit der Begründung eingeführt wurden, man müsse den Inzidenzwert unter 200 drücken. „Das ist schon lange passiert. Wenn man sich jedes Mal einen neuen Grund einfallen lässt, um Freiheitsbeschränkungen zu rechtfertigen, verspielt man das Vertrauen der Bevölkerung in die Schutzmaßnahmen und in die Politik im Allgemeinen.“

Nach einem Gerichtsurteil hatte das Land vergangene Woche die landesweite Ausgangssperre aufgehoben, aber für Stadt- und Landkreise mit einer Inzidenz über 50 eine neue Regelung erlassen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die die Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, war in Pforzheim am Dienstag nach vier Monaten wieder unter 50 gesunken.

nach oben Zurück zum Seitenanfang