Skip to main content

Verursacher unklar

Hass-Mail und zerstörte Plakate: Angriffe auf Ausstellung über sexuelle Vielfalt in Pforzheim

Plakate zur Ausstellung über sexuelle Vielfalt im A.K.T. in Pforzheim wurden zerstört. Bei den Organisatoren ging eine E-Mail mit einer Drohung ein. Die Attacken treffen sie nicht unvorbereitet.

So weit der Arm reicht: Die Plakatwand zur Ausstellung „Das dritte Geschlecht“ beim Café Roland im A.K.T. wurde zerstört, ohne dass dafür jemand auf eine Leiter gestiegen ist. Dies zeigt die obere Reihe. Foto: Edith Kopf

„Ausrotten“ ist ein sehr eindeutiger Begriff. Hochschulprofessorin Silke Helmerdig, Lena Hetzel, ehemalige Studierende an der Fakultät für Gestaltung, und all die anderen Beteiligten an der Ausstellung „Das dritte Geschlecht“ wissen, wo sie stehen, als die E-Mail mit der Drohung eingeht beim Alfons-Kern-Turm, dem A.K.T. in Pforzheim.

Kurator Janusz Czech spricht von einem „fast schon faschistischen Ton“. Es ist die erste unmittelbare Resonanz auf die Auseinandersetzung mit Geschlechtsidentitäten, die heute gemeinhin als „divers“ bezeichnet werden.

Die Ausstellung selbst hat noch kaum begonnen, als der verbale Angriff eingeht. „Das war schon sehr heftig“, sagt Janusz Czech. Kurz darauf wird ein Riss im Stadtbild sichtbar, den der Kurator als Reaktion auf die Auseinandersetzung mit Geschlecht, Geschlechtszuordnung und Geschlechtsempfinden sieht.

Kostenlos weiterlesen

  • 7 Tage BNN+ lesen
  • Kein Abo, keine Kosten
  • Weniger Werbung

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Die BNN ist berechtigt, Ihre E-Mail-Adresse zur Information über eigene und ähnliche Produkte (wie BNN+, ePaper oder Zeitung) zu nutzen. Sie können der Verwendung jederzeit hier widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
nach oben Zurück zum Seitenanfang