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Schlosspark Open

Der Pforzheimer Schlosspark wird im Juli wieder zur Festival-Bühne

Zwischen 7. und 10. Juli wird in Pforzheim einiges los sein: Mit der Barparade am Samstag soll die Stadt in die größte Clubmeile Deutschlands verwandelt werden. Parallel steigt das Schlosspark Open. 

Für das Schlosspark Open Festival im Juli ist alles bereitet, versichern Tobias Gay, Sarah Münzer, Alexander Weber und Jörg Schneider (von links)
Tobias Gay, Sarah Münzer, Alexander Weber und Jörg Schneider (von links) versichern, dass für das Pforzheimer Schlosspark Open im Juli alles vorbereitet ist. Foto: Stefan Friedrich

Die Abläufe sind samstags so koordiniert, dass die einen Programm bieten, während die anderen Pause haben, kündigten die Macher des Schlosspark Open Festivals am Freitag bei einem Pressegespräch an. „Es war ein bisschen Logistik notwendig, weil manche Dinge schon länger geplant waren, aber ich denke, wir haben es hingekriegt“, ist Alexander Weber vom Kulturamt der Stadt überzeugt.

Die Vorfreude, dass man in diesem Jahr endlich wieder weitestgehend entspannt feiern darf, und die guten Erinnerungen an die vergangenen beiden Male, lassen die Herzen aller Beteiligten drei Wochen vor dem Start etwas höher schlagen: Für das städtische Kulturamt, die Musikerinitiative Pforzheim (Mipf) und die Eventagentur „erlebnishelden“ ist es keine Frage, dass wieder zahlreiche Besucher bei kostenlosem Eintritt an allen Tagen das abwechslungsreiche Programm schätzen und genießen werden – zumal nach der langen Durststrecke, verursacht durch die Pandemie.

Einen echten Headliner werde es allerdings nicht geben. Stattdessen steht der erste Abend ganz im Zeichen von DJs, an den anderen drei Tagen ist dann Live-Musik geboten. „Wir haben das programmatisch ein bisschen unterteilt“, erklärt Jörg Schneider von der Mipf. Freitags soll es im Schlosspark „ein bisschen krachen“, mit verschiedenen Rockbands. Am Samstag fährt man eher die Hip-Hop- und Popschiene, während der Sonntag dann „unser Frauentag“ mit weiblichen Künstlerinnen sein wird.

Schlosspark Open und Barparade sollen sich ergänzen

„Auch mit rein integriert“ in das Schlosspark Open Festival hat sich zudem das Kommunale Kino, so dessen Vertreterin Sarah Münzer bei dem Pressegespräch. Gleich am ersten Tag wird man sich abends mit einem 100 Jahre alten Stummfilm in Farbe beteiligen, „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“, der mithilfe des Leipziger DJ DDread neu entdeckt werden will. „Dieser uralte Film wird kombiniert mit neuem Sound“, kündigt Münzer an. Damit wolle man nicht zuletzt eines zeigen: „Auch alte Sachen können sehr cool sein.“ Insofern sei wirklich für jeden Geschmack etwas dabei, betont Schneider. „Es wird niemandem langweilig werden.“

Und im Idealfall werden sich am 9. Juli Barparade und Schlosspark Open auch gegenseitig befruchten. „Die Menschen können zuerst hierher und dann in die Bars strömen“, verspricht Weber. Im Schlosspark könne man tagsüber ja „schon ein bisschen vorglühen“, sagt auch Tobias Gay, Geschäftsführer der „erlebnishelden“. Mit dem Veranstalter der Barparade sei man diesbezüglich in engem Austausch.

„Deutlich über 50.000 Euro“ wird das Schlosspark Open Gays Angaben nach kosten, etwa ein Viertel davon ist für Künstlergagen reserviert. Im Vergleich zu ähnlichen Formaten sei das noch ein vergleichsweise niedriger Betrag, „weil wir auf sehr viel kostenlose Unterstützung zurückgreifen können“. Sein Dank gilt beispielsweise der Musikerinitiative Pforzheim, „die mit Mann und Frau dabei ist“ – inklusive der Technik und des Knowhows. Am Konzept des kostenfreien Eintritts an allen vier Tagen will man festhalten, zumal auch die Stadt dem Festival aktuell noch finanziell unter die Arme greift.

Zugleich hofft man auf gutes Wetter und entsprechend viele Getränke, die verkauft werden und den Umsatz kräftig ankurbeln. Wie es danach weitergeht, wird sich erst noch zeigen müssen. „Ob es einen weiteren Zuschuss der Stadt gibt, ist offen“, räumt Gay ein.

Helfen kann das Prinzip „Spenden und sparen“, das schon dieses Jahr greift: wer eine Spende gibt, die der Finanzierung der Schlosspark Open Festivals zugutekommt, der kriegt in angrenzenden Restaurants 20 Prozent Rabatt auf alle Speisen und – wenn man vor 19 Uhr spendet – auch einen Gutschein, mit dem man an der Festival-Bar zwei Getränke zum Preis von einem erhält.

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