Skip to main content

Feuer bei Pforzheimer Abfallfirma:

Erneuter Brand bei Pforzheimer Müllentsorger Alba: Schadhafte Akkus waren wohl Brandursache

Nach dem erneuten Großbrand bei der Pforzheimer Firma Alba glaubt die Polizei die Brandursache zu kennen – und schließt Brandstiftung aus.

Brand bei Alba: Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats stand eine Lagerhalle des Entsorgungsunternehmens in Pforzheim in Flammen.
Brand bei Alba: Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats stand eine Lagerhalle des Entsorgungsunternehmens in Pforzheim in Flammen. Foto: Igor Myroshnichenko

Zwei Tage nach dem Großbrand bei der Firma Alba präsentiert die Pforzheimer Polizei Ergebnisse zur Brandursache: Das Feuer in der Lagerhalle sei auf eine Selbstentzündung zurückzuführen, heißt es in einer Mitteilung. Offenbar haben nicht ordnungsgemäß entsorgte Lithium-Ionen-Akkus dazu geführt, dass sich der Müll entzündete.

Mit solchen Akkus sind neben Handys, Laptops oder digitalen Kameras auch Geräte der Elektromobilität ausgestattet. Sind sie beschädigt, könnten sie durch chemische Reaktionen „schlagartig zu einer extrem hohen Hitzeentwicklung und folglich zum Brandausbruch führen“, so ein Polizeisprecher.

Die Ermittler hatten einen Sachverständigen des Landeskriminalamts hinzugezogen. Hinweise auf Brandstiftung fanden sie nicht. Die Ermittlungen sind damit jedoch noch nicht abgeschlossen, nun gilt es, die Herkunft des betroffenen Müllmaterials herauszufinden. „Wir haben aktuell keinen Verdacht“, erklärt Polizeisprecher Frank Weber auf Anfrage.

Bei dem erneuten Brand entstand ein Schaden von acht Millionen Euro

In der Halle des Pforzheimer Abfallunternehmens waren am Dienstag rund 40 Tonnen Abfallstoffe gelagert – vor allem Papier, Holz und Schrott. Den Schaden beziffert die Polizei auf rund acht Millionen Euro. In der Nacht zum Donnerstag musste die Pforzheimer Feuerwehr erneut bei Alba löschen, doch nach kurzer Zeit sei der Einsatz beendet gewesen, berichtet ein Feuerwehrsprecher.

Angesichts solcher Massen an Material müsse man immer damit rechnen, dass sich tags darauf Brandreste entzünden. Daher habe man zuvor Firmenmitarbeiter und Security gebeten, den Brandort regelmäßig zu kontrollieren. „Die Alternative wäre gewesen, die Feuerwehrleute stundenlang dort abzustellen.“ Das diesmal kleine Feuer hätten vier Feuerwehrleute mit einem Strahlrohr rasch gelöscht.

nach oben Zurück zum Seitenanfang