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Reisetrends der Pforzheimer

Flitterwochen-Boom und Albanienurlaub: So gestalten Pforzheimer ihren Sommer

Von der Pandemie gezeichnet: In den vergangenen zwei Jahren war das Reisen nicht ganz so einfach. Der Wunsch nach einem unbeschwerten Urlaub ist in diesem Jahr umso größer. Wie dieser bei den Pforzheimern aussieht, verraten ein paar Reisebüros in der City.

Last-Minute gebucht: Für den Pforzheimer James Biswas (links) geht es noch Ende August in den Portugal-Urlaub.
Last-Minute gebucht: Für den Pforzheimer James Biswas (links) geht es noch Ende August in den Portugal-Urlaub. Foto: Kübra Deveci

Vor etwas mehr als zwei Wochen haben die Sommerferien in Baden-Württemberg begonnen, damit zieht es auch viele Pforzheimer in den langersehnten Urlaub. Denn in diesem Jahr ist Urlaub unkomplizierter – viele klassische Reiseländer verzichten auf Corona-Regeln, wie Testpflicht oder Impfnachweis.

Während Pkw-Reisen seit Pandemie-Beginn an Beliebtheit gewannen, setzen sich in dieser Sommersaison wieder Flugreisen verstärkt durch, informiert Heidrun Heinold von City-Reisen im Volksbankhaus. „Der europäische Raum ist nach wie vor stark gefragt. Dazu zählen Spanien, Griechenland und die Türkei. Das sind alles unkomplizierte Reiseziele, für die aktuell keine Auflagen gelten“, sagt die Büroleiterin. Und Planungssicherheit zähle zu den wichtigsten Kriterien, wenn es um eine Reisebuchung geht.

„Griechenland geht in diesem Jahr als Gewinner hervor – die Inseln Kreta und Rhodos sind besonders beliebt“, sagt Frank Knauer, Inhaber des l’tur-Reiseshops in der City, im Hinblick auf seine bisherigen Buchungszahlen.

Andalusien und Albanien liegt jetzt auch bei Pforzheimern im Trend

Neben den klassischen Reisezielen gibt es auch ein paar neue Trends, die sich unter den Pforzheimern breitmachen – darunter Südspanien: „Andalusien ist in diesem Jahr gefragter als sonst. Im Vergleich zu anderen Reisezielen konnten wir hier preislich günstigere Angebote bekommen, die wir an unsere Kunden weitergeben können“, erklärt Knauer.

Neu unter den Urlaubstrends: „Albanien als Reiseziel ist wie ein Nischenprodukt, das langsam kommt. Die Nachfrage steigt“, sagt der Geschäftsführer des Lufthansa City Centers in Pforzheim, Heribert Frey.

Auch auffällig in diesem Sommer: Viele frischgebackene Eheleute zieht es in den Flitterurlaub – laut Knauer sogar so viele wie nie zuvor. „Die meisten buchen für ihre Hochzeitsreise die Malediven. Bei schmalerem Geldbeutel ist die Dominikanische Republik die erste Wahl“, verrät der Reiseshop-Inhaber.

Bei Reisen in die weite Ferne seien die Menschen ansonsten dagegen noch zurückhaltend: „Fernreisen sind immer noch deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie“, sagt Frey. Das liege am Sicherheitsbedürfnis, das in den vergangenen zwei Jahren größer wurde. „Die Leute wollen einfach unkompliziert reisen und einen unbeschwerten Urlaub, deshalb werden auch eher die traditionellen Länder wie Spanien gebucht“, erläutert der 59-Jährige weiter.

Last-Minute-Reisen: Spart man da noch?

Neben neuen Reisetrends gibt es auch Veränderungen in den Angebotskonzepten selbst, allerdings zum Nachteil der Urlauber. Die Bedeutung von Last Minute ist deutlich zurückgegangen: „Last Minute war früher ein riesiges Geschäft, heute ist das gar nicht mehr möglich und preislich nicht mehr sinnvoll“, sagt Heinold vom Reisebüro City-Reisen.

Das Verkaufsmodell versprach günstigen Urlaub bei kurzfristiger Buchung. „Wenn jemand hereinkommt und Last Minute buchen möchte, wird er nicht mehr sparen. Da geht es eher um die Frage, was überhaupt noch frei ist“, informiert Knauer in diesem Zusammenhang weiter.

Von tiefen Last-Minute-Preisen, wie es sie vor Jahren gab, kann Kunde James Biswas also nicht profitieren: „Wir sind sowieso spät dran, deshalb haben wir in Kauf genommen, mehr zu zahlen.“ Für den Pforzheimer geht es gemeinsam mit Familie und Freunden zum ersten Mal nach Portugal: „Ich freue mich. Geplant ist ein Mix aus Strandurlaub und Städtetrip“, verrät der 54-Jährige.

Noch in diesem Monat soll der Hotelurlaub inklusive Frühstück beginnen. Die Buchung erfolgte Last Minute: „Eigentlich wollten wir nicht mehr in den Urlaub. Erst vor zwei Wochen war ich mit meiner Frau in Bangladesch“, sagt er. Der Portugal-Urlaub sei ein Wunsch seiner Kinder gewesen, der nun noch im August erfüllt wird.

Auf Urlaub habe der 54-Jährige seit Pandemie-Beginn ohnehin nicht verzichtet. „Ich war zwei Mal in Spanien und zwei Mal in Bangladesch“, so Biswas. Damit kenne er auch die teils schwierige Situation an den deutschen Flughäfen: „Ich mache mir darum keine Sorgen.“

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