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Besondere Ehrung

Historiker Christoph Timm erhält die Portus-Medaille der Stadt Pforzheim

Oberbürgermeister Peter Boch würdigte den langjährigen städtischen Denkmalpfleger und Reuchlinbeauftragten für dessen zahlreichen Verdienste für die Stadt.

Besondere Ehre: Im Beisein zahlreicher Weggefährten wurde Christoph Timm (rechts) am Mittwochnachmittag von Oberbürgermeister Peter Boch die Portus-Medaille im Neuen Rathaus verliehen.
Besondere Ehre: Im Beisein vieler Weggefährten wurde Christoph Timm (rechts) von Oberbürgermeister Peter Boch die Portus-Medaille im Neuen Rathaus verliehen. Foto: Stefan Friedrich

In Hamburg geboren, hat Christoph Timm mit seiner Frau in Pforzheim nicht nur eine neue Heimat gefunden, er hat die Stadt durch sein Wirken auch in vielerlei Hinsicht geprägt: unter anderem als Reuchlin-Beauftragter und langjähriger städtischer Denkmalpfleger.

Die Pforzheimer Portus-Medaille wird seit Ende der 1990er Jahre an besondere Persönlichkeiten verliehen

„Die Zusammenarbeit, die ich ein paar Jahre hinweg mit ihm zusammen genießen durfte, war bereichernd“, würdigte ihn der Pforzheimer Oberbürgermeister Peter Boch (CDU), der am Mittwochnachmittag im Rathaus die Portus-Medaille an Christoph Timm überreicht hat. Diese wird seit Ende der 1990er Jahre an besondere Persönlichkeiten verliehen.

„Es ist oft eine ganz andere Perspektive, die ein Denkmalpfleger auf eine Stadt hat, und die der Oberbürgermeister einfach mal anzunehmen hat und dementsprechend auch in sein Wissen überführt“, sagte Boch in seiner Laudatio.

Boch verwies unter anderem auf Timms Verdienste als städtischer Denkmalpfleger zwischen 1988 und 2020, als Timm die Entwicklung des Denkmalschutzes in der Stadt maßgeblich geprägt habe.

Ihr unermüdliches Engagement für den Erhalt und die Pflege des kulturellen Erbes Pforzheims hat sichtbare und vor allem auch deutliche Spuren im Stadtbild hinterlassen.
Peter Boch
Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim

„In dieser Zeit betreuten sie unzählige Denkmalprojekte und veröffentlichten grundlegende Publikationen zur Denkmaltopografie“, sagte Boch. „Ihr unermüdliches Engagement für den Erhalt und die Pflege des kulturellen Erbes Pforzheims hat sichtbare und vor allem auch deutliche Spuren im Stadtbild hinterlassen.“

Darüber hinaus habe Timm auch als Mitbegründer des Museums Johannes Reuchlin an der Schlosskirche und als Vorsitzender des Vereins „Freunde der Schlosskirche“ entscheidend dazu beigetragen, „das Erbe des größten Sohnes unserer Stadt, einem der bedeutendsten Humanisten Europas, zu bewahren und zu mehren“, so Boch.

Dabei unterstrich der OB auch die profunde Kenntnis über Reuchlins Leben und Werk, die Timm einem breiten Publikum sowohl im Inland als auch im Ausland in zahlreichen Beiträgen und Fachvorträgen vermittelt habe. „Wodurch Sie die Relevanz von Reuchlins Schriften für unsere Gegenwart hervorgehoben haben“, betonte Boch.

Dass Timm eines Tages in Pforzheim wirken und mit der Medaille ausgezeichnet werden würde, das sei noch nicht absehbar gewesen, als dieser 1954 in Hamburg das Licht der Welt erblickt hat.

„Doch das Schicksal wollte es, dass es Sie hier zu uns in den Süden verschlagen hat“, bemerkte Boch. „Das war unser Glück, denn mit Ihnen kam nicht nur ein hervorragender Denkmalschützer, Historiker und Publizist, sondern auch ein engagierter Bürger, der sich in vorbildlicher Weise für seine Wahlheimat Pforzheim und deren Erbe eingesetzt hat, zu uns.“

Christoph Timm initiierte zusammen mit dem Kulturamt viele Veranstaltungen im Reuchlinjahr 2022

Besonders Timms Wirken anlässlich des Reuchlinjahres 2022 sei beeindruckend gewesen, weil dieser gemeinsam mit dem Team des Kulturamts bei mehr als 200 Veranstaltungen „zum außerordentlichen Erfolg dieses Gedenkjahres beigetragen“ habe, so Boch.

Timms Verdienste um die Stadt und ihr kulturelles Erbe seien folglich von unschätzbarem Wert und genau deshalb verleihe die Stadt ihm auch die Portus-Medaille, so das Stadtoberhaupt – als ein „Symbol für die Anerkennung, aber auch für die Wertschätzung, die Ihnen gebührt“.

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