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Wirbel nach BNN-Bericht

Insolvenz bei Sozialrathaus-Projekt: FDP macht Stadt Pforzheim Vorwürfe

Ein Bericht von BNN.de über die Insolvenz des Entwicklers eines Sozialrathauses in Pforzheim hat erste politische Reaktionen hervorgerufen. Die FDP macht der Stadt schwere Vorwürfe.

Insolvenz sorgt für Ärger: Das alte Sinn-Leffers-Gebäude an der Ecke Leopoldstraße/Zerrennerstraße sollte einem „Sozialrathaus“ weichen. Foto: Daniel Streib

Die Pforzheimer FDP-Fraktion hat mit Verärgerung auf die Nachricht von der Insolvenz des Investors reagiert, der aus dem alten Sinn-Leffers-Gebäude in der Pforzheimer City ein modernes Bürogebäude mit Edeka-Markt machen wollte – inklusive Flächen für ein neues „Sozial-Rathaus“. BNN.de und Pforzheimer Kurier hatten darüber exklusiv berichtet.

„Was wird jetzt aus den Plänen für das neue Sozial-Rathaus mit Edeka in Pforzheim?“, fragt die Pforzheimer FDP-Fraktion am Montag in einer Pressemitteilung.

Augenscheinlich hänge das Gebäude in zentraler Innenstadtlage in der Insolvenzmasse des Investors, dem der Gemeinderat „nach vehementem Einsatz der Stadtverwaltung“ den Zuschlag für die Entwicklung gegeben habe.

„Wir fragen uns, was nun mit dem Gebäude passiert und welche Konsequenzen das Ganze für die Stadt hat“, so der Fraktionsvorsitzende Hans-Ulrich Rülke. Die FDP-Fraktion habe in der Vergangenheit bereits mehrfach vor dem Investor gewarnt.

FDP fordert von Schüssler schnelle Aufklärung

Rülke zeigte sich verärgert „sowohl über die Blauäugigkeit der Verwaltung als auch über den mehrheitlichen Ratsbeschluss vom letzten Sommer“.

Die FDP fordert nun die erneute Prüfung des alternativen Standorts „Thales-Gebäude“ sowie einen umfassenden Bericht von der zuständigen Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler (Grüne).

„Wir erwarten von Bürgermeisterin Schüssler nach diesem Desaster umgehend Aufklärung und Details, welche zusätzlichen Prüfungen im vergangenen Sommer zur Bonität des Investors durchgeführt wurden“, so Stadtrat Jannis Wiskandt. Bereits früh habe es Zweifel am Investor gegeben.

Eigentlich sollte das Gebäude noch in diesem Jahr abgerissen werden, um dem Neubau Platz zu machen.

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